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„Schreib deine Geschichte neu!“

„Schreib deine Geschichte neu!“

Warum es sich immer lohnt, noch einmal ganz von vorne anzufangen.

Das Gespräch mit Birgit Larisch, Ayurveda-Coach, Trainerin für Mentales, Stressbewältigung und Burnout-Prävention, Systemische Beraterin und Dozentin am campus naturalis, geführt und aufgeschrieben von Wiebke Semm.

Viele Menschen gelangen irgendwann in ihrem Leben an diesen Punkt: Bei der Arbeit gibt es gute und schlechte Tage, doch oft ist so viel zu tun, dass ein 24 Stunden Arbeitstag nicht mehr ausreichen würde, um die Berge zu bewältigen. Und selbst nach Feierabend grübeln wir noch über das letzte Meeting oder den Kommentar des Chefs. „Ich muss noch mehr arbeiten, Überstunden machen, fleißig sein, dann werde ich endlich die verdiente Anerkennung bekommen“ – so oder so ähnlich laufen die Gedankenspiralen in unseren Köpfen ab. Das sich dauerhaft drehende Hamsterrad hat zu beiden Seiten die Banden hochgezogen, ein Entkommen? Scheinbar unmöglich. Doch zu welchem Preis ernten wir nach jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit, Fleiß und unbezahlter Überstunden die lang erhofften Lorbeeren? Die Antwort ist einfach wie schockierend, denn es geht um nichts Geringeres als um unsere Gesundheit.

Wie gelingt es, das eigene Leben von Grund auf zu ändern?

Etwa 16 Jahre lang war Birgit Larisch angestellt im mittleren Management eines großen Möbelhauses. Die Arbeit machte ihr Spaß, denn sie war wahnsinnig gern mit Menschen zusammen. Doch mit den Rahmenbedingungen und der Profitgier hatte sie zu kämpfen: „Die Arbeitsbelastung war extrem. Doch, dass es für mich so nicht mehr weitergeht, habe ich erst gemerkt, als ich selbst krank wurde. Da musste ich einen Cut machen.“
Birgit wollte nicht nur wieder gesundwerden, sie wollte es vor allem auch bleiben. „Das war die Zeit, in der ich das erste Mal mit Ayurveda in Berührung kam“, erinnert sie sich. Ayurveda, übersetzt: das Wissen vom gesunden Leben, ist die älteste Gesundheitslehre der Welt und reicht mehrere Jahrtausende zurück. Wer meint, im bisherigen Leben noch keine Berührungspunkte mit Ayurveda gehabt zu haben, der irrt gewaltig, denn: „Wer sich genauer mit der Lehre auseinandersetzt, der erkennt, dass alle heutigen Medizinrichtungen darauf basieren.“ Die tiefreichende Lehre begreift den Menschen als Ganzes, bestehend aus Körper, Seele und Geist. „Ich war und bin nach wie vor Feuer und Flamme für diese Heilkunst und habe mein Leben daraufhin vollkommen umgekrempelt.“

Nach ihrer Burnout-Erkrankung lernte Birgit mehr auf sich zu achten und die Signale des Körpers richtig zu deuten. Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Rast- und Antriebslosigkeit oder ein übersteigertes Arbeitsverhalten können die ersten Symptome sein. „So war es auch bei mir“, sagt sie. „Man rutscht da langsam rein, es wird zur Gewohnheit, sodass man das selber gar nicht mehr merkt. Der Körper sendet dann so lange Signale, bis er endlich gehört wird.“ Allzu oft gipfeln die Symptome dann in einer Krankheit, die Betroffene dazu zwingen, Pause zu drücken, um gesund zu werden. Die Verantwortung für die eigene Gesundheit lässt sich nämlich nicht abgeben, sondern liegt immer beim Einzelnen. Dies gilt insbesondere bei psychischen Problemen, welche nicht nur schwer greifbar, sondern für andere oftmals nicht sichtbar sind. Das ist es, was Erkrankungen wie Depressionen und Burnout so tückisch machen, erklärt Birgit. Aus diesem Grund ist es ihr ein Anliegen, die Menschen zu sensibilisieren und wachzurütteln: „Man kann mit Prävention so viel erreichen. Also wacht auf, bevor es zum Crash kommt und geht in eure eigene Verantwortung!“

Was macht mich glücklich? Was tut mir gut?

Um diese Fragen drehte sich Birgits Leben von nun an. „Ich habe alles versucht abzulegen, was mich
bremst oder aufhält. Bei Ayurveda geht es darum, sich selbst zu entdecken und sich auf sich zu konzentrieren.“ Seither hat sich die ursprünglich aus Indien stammende Gesundheitslehre zunehmend in ihrem Leben verankert.

  • Ein gutes Zeitmanagement
  • geregelte Strukturen
  • bewusste Pausen
  • eine typgerechte, gesunde Ernährung
  • und ausreichend Zeit für Familie, Freunde und Sport

Das sind die Grundpfeiler auf denen Birgits Leben aufbaut und in denen sie ihr persönliches Glück gefunden hat. Die Begeisterung für ihr neues, selbstbestimmtes Leben wollte sie unbedingt auch mit anderen teilen. Heute ist sie selbstständig als ganzheitlicher Coach für Systemische Beratung, Mentaltraining, Stressbewältigung und Burnout-Prävention sowie als Ayurveda-Fastenleiterin. Alle Bereiche lassen sich mit Aspekte der Ayurveda-Lehre verbinden. Also Dozentin bei campus naturalis bedient sie sich ihrem breiten Erfahrungsschatz und gibt ihr Wissen gerne weiter.

Warum kann Stress uns krankmachen?

Überstunden machen, möglichst viel Umsatz erzielen – all das gehört in vielen Unternehmen zum guten Ton. Diejenigen, die pünktlich Feierabend machen oder vielleicht sogar nur halbtags arbeiten, werden als nicht belastbar, nicht zielstrebig oder sogar faul angesehen. Doch dieses „menschenunwürdige Arbeiten“, wie Birgit es nennt, geht stets über die Kräfte der Arbeitnehmer*innen hinaus. „Wir Menschen sind unheimlich gut darin, uns selbst zu beschwindeln oder Dinge schönzureden, aber wer regelmäßig bis spätabends oder in die Nacht hineinarbeitet und einfach nicht aufhören kann, der hat ein Problem.“ Ayurveda orientiert sich stark an dem von der Natur vorgegebenem Rhythmus, nach welchem auch Birgit ihren Tagesablauf strukturiert hat: „Die Natur hat nicht geahnt, dass wir eines Tages die Elektrizität erfinden. Am Tag ist es hell, dann sollen wir arbeiten und unser Leben leben. Die Nacht aber ist die wichtigste Regenerationszeit, in der die Zellen und das Blut erneuert und erfrischt werden.“ Die gesellschaftlichen Konventionen, eine ungesunde Arbeitsmoral und falsches Verantwortungsbewusstsein bewegen die Menschen dazu, trotzdem in ihrem Leid zu verharren. So kommt es, dass wir uns zunehmend von der natürlichen Möglichkeit, gesund zu sein, wegentwickeln.

„In unserer westlichen Gesellschaft, in der wir in einem ständigen Überfluss leben, sind wir dennoch unterversorgt“, veranschaulicht Birgit. Unmengen an Zusatzstoffen und Zuckern belasten industrielle Lebensmittel, die auch das Erscheinungsbild der Menschen verändert hat. Übergewicht geht mit zunehmender Trägheit einher, falsche und fehlende Nährstoffe können den Körper nicht entsprechend versorgen, wodurch unsere Leistungsfähigkeit und Bewegungslust abnimmt. „Zu dem beruflichen Stress gesellt sich dann aufgrund der Unterversorgung auch noch mentaler Stress, das kann auf Dauer nur krankmachen – ein Teufelskreis.“ Wer aber auf sich achtet und in sich hineinhorcht, kann dieser Abwärtsspirale entkommen.

Wie erreiche ich es, trotz der heutigen Anforderungen, gesund und fit zu bleiben?

Die Expertin empfiehlt, sich am Ende des Tages bewusst für sich Zeit zu nehmen und den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. In diesen Minuten kann man sich an bestimmte Situationen erinnern, die einen gutgetan haben oder eben an solche, in denen man sich unwohl gefühlt hat. „Ziel ist es, die positiven Momente mehr und mehr in das eigene Leben zu integrieren und zu überlegen, ob man das, was einem nicht gutgetan hat, ändern oder reduzieren kann.“ Für diejenigen, die dazu neigen, die Augen vor der Realität zu verschließen, und dadurch drohen in der Alltagshektik unterzugehen, hat Birgit noch einen Tipp: „Schauen Sie sich Ihren Terminkalender an und wählen Sie für die unterschiedlichen Bereiche, wie Familie, Freunde, Arbeit und Sport, verschiedene bunte Farben.“
Wer also z.B. die Farbe Grün für den Bereich Gesundheit wählt, markiert alles im Kalender mit der entsprechenden Farbe. „Auf diese Weise sehen Sie auf einen Blick: Welche Farbe hat in dieser Woche oder in diesem Monat dominiert und welche taucht vielleicht gar nicht auf?“ Was aber, wenn das eigene Leben schon zu sehr aus der Balance geraten ist oder die Arbeit unerträglich erscheint? „Hören Sie sofort damit auf! Ich kann Ihnen versprechen: Das, was danach kommt, wird nur noch besser.“

Was lerne ich bei campus naturalis über Ayurveda und den Umgang mit Stress?

Die Ausbildung zum*r Ayurveda Therapeut*in bei campus naturalis ist so umfangreich wie die Heilkunst selbst und funktioniert auf mehreren Ebenen:

  • Präventiven Maßnahmen
  • Therapeutischen Maßnahmen
  • und Medizinischen Maßnahmen

„Es geht um die Ernährung nach den Konstitutionstypen Vata, Pitta, Kapha, um verschiedene Massagetechniken, bestimmte Öle und Kräuter, um den natürlichen Rhythmus und auch um Medizin“, erklärt Birgit. In Sachen Stress-Prävention lernen die angehenden Therapeut*innen, mit dem natürlichen Rhythmus zu leben und so Dauerbelastungen entgegenzuwirken. Die gelehrten therapeutischen Maßnahmen, in Form von speziellen Massagen und Kuren, vermitteln, wie man den Körper entgiften und das Immunsystem stärken kann. Außerdem zeigt die sogenannte Dravyaguna- Lehre, wie sich Symptome mithilfe bestimmter Pflanzen und Kräuter lindern lassen, ohne auf Tabletten und harte Medikamente zurückzugreifen.

Birgit ist es an dieser Stelle jedoch wichtig zu betonen, dass die Lehre nicht im Widerspruch zu der Akutmedizin steht: „Es ist gut und wichtig, dass wir die heutige Medizin haben, aber bei Ayurveda steht die Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt. Es geht darum, längerfristig und nachhaltig gesund zu bleiben.“ Das interaktive Lernen, der nahe Praxisbezug und das Experimentieren versprechen eine besondere Campus- Atmosphäre, bei der jeder von jedem schöpfen kann. Die erworbenen Kenntnisse lassen sich nach dem Abschluss und je nach beruflicher Qualifikation

  • in der Psychotherapie
  • in der Alternativmedizin
  • als Pflegekraft
  • als Ernährungsexpert*in
  • oder als Ayurveda-Therapeut*in

umsetzen.

Was ist die systemische Beratung und wie kann sie helfen?

Zu ihrer Rolle als Dozentin am Campus kam Birgit jedoch durch die Systemik. „Ayurveda hatte sich in meinem Leben absolut manifestiert, die Ausbildung zur systemischen Beraterin bei campus naturalis, die ich selbst absolviert habe, war für mich dann eine große Bereicherung“, strahlt sie. Als soziales Individuum lebt der Mensch in keiner Blase oder ist von der Außenwelt isoliert: Unterschiedlichste Bereiche und Beziehungen haben einen großen Einfluss auf uns und unser Wohlbefinden. Daher begreift die systemische Beratung den Menschen als Teil eines umfangreichen sozialen Gefüges.
Dieses komplexe Umfeld besteht aus verschiedenen Systemen, wie Arbeit, Familie, Freunde und Freizeit, die nicht immer einwandfrei miteinander funktionieren. Wird das Gefüge zunehmend gestört, kann es zu tiefgreifenden, belastenden Konflikten für den Einzelnen kommen.

An dieser Stelle setzt die systemische Beratung an. Während der Ausbildung werden den zukünftigen Berater*innen verschiedene Werkzeuge und Verfahren an die Hand gegeben, welche die Systemik anwendbar machen und zügige Erfolge versprechen. Dazu zählen u.a.:

  • Gezielte Fragetechniken
  • Systemische Strukturaufstellungen
  • Timelines uvm.

Mithilfe der Fragetechniken soll der/die Klient*in zum Nachdenken angeregt und Orientierung geboten werden. Systemische Strukturaufstellungen wiederum ermöglichen es, Krankheiten, Symptome und Gefühle aufzustellen. Auch Konflikte im Team oder Beziehungen innerhalb der Familie können durch die Aufstellung veranschaulicht werden. Ein weiteres Verfahren ist die sogenannte Timeline, von der Birgit ebenfalls gerne Gebrauch macht. „Mit ihrer Hilfe können wir alte Strukturen und Denkweisen auflösen, wir setzen neue Prozesse in Gang und haben bereits nach ein bis zwei Stunden einen Lösungsansatz für das Problem.“ Starke Emotionen wie Ängste und Trauer basieren häufig auf einem Erlebnis aus vergangenen Kindheitstagen.
Auch wenn diese Gefühle sinnvoll sind und ihre Daseinsberechtigung haben, können sie Betroffene in Form von Angst- und Panikstörungen blockieren, wenn die ursprüngliche Notwendigkeit nicht mehr gegeben ist. „Auf der Timeline hält der Klient dann verschiedene Etappen fest und geht so lange in die Vergangenheit zurück, bis eine Situation auftaucht, in der dieses Gefühl das erste Mal aufgetaucht ist.“ Auch wenn man die Vergangenheit nicht mehr ändern kann, so kann man seine Einstellung und sein Gefühl zu dieser Situation ändern. „Gemeinsam schaut man sich die Situation an und überlegt: Was hat hier gefehlt? Was hättest du gebraucht?“ Auf diese Weise wird die negative Emotion aufgelöst und der Weg in eine sorgenfreie Zukunft mit vielen Möglichkeiten geebnet. „Es ist nie zu spät, auf sein Inneres zu hören, achtsam zu sein, und seine Geschichte noch einmal neu zu schreiben.“



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