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Karriereoffensive – ConVista Consulting AG


Assessment-Center oder Standardfragen? Es geht auch ohne!

Interview mit Sabine Goebbels, Managerin Human Resources ConVista Consulting AG


Wie hart trifft ConVista der War for Talents? Wie stehen die Karrierechancen im Unternehmen? Welchen Stellenwert hat Weiterbildung? Im Gespräch verrät Sabine Goebbels wie Convista den Spagat zwischen Standort- und Berateralltag meistert und warum Mitarbeiter-Events in der Unternehmenskultur verankert sind.


von Ilona Dyck, Redakteurin kursfinder.de

Was macht Sie als Arbeitgeber für Fachkräfte attraktiv? Wie möchten Sie als Arbeitgeber wahrgenommen werden?

Ich denke, was ConVista als Arbeitgeber attraktiv macht, sind die Menschen, die hier arbeiten und unsere einzigartige Kultur. Außerdem sind wir ein junges, dynamisches Unternehmen, in dem man sich entwickeln kann und Perspektiven hat.

Sabine Goebbels, ConVista Consulting AG

Im Jahr 2014 wurden wir zum 8. Mal in Folge als „Great Place to Work“ ausgezeichnet. Wir sind sehr stolz auf die Vertrauenskultur im Umgang miteinander und dass sich die Kollegen bei ConVista wohlfühlen.


Wie gewinnen Sie rare Fachkräfte für sich? Warum entscheiden sich Mitarbeiter für ConVista?

Was wirklich zählt, sind gute und fachlich spannende Projekte, Perspektiven und das Gefühl, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die man gerne jeden Tag sehen möchte. – Ich glaube, wenn man mit uns ein Bewerbungsgespräch führt oder überhaupt Kontakt mit ConVista aufnimmt, merkt man bereits, dass wir sehr wertschätzend mit Bewerbern und Kollegen umgehen. In unserem Bewerbungsprozess gibt es zwei Gespräche mit unterschiedlichen Gesprächspartnern, keine Assessment-Center und wir versuchen Standardfragen zu vermeiden, die man in jedem Bewerbungsratgeber findet. Außerdem zeigen wir Bewerbern die Entwicklungsmöglichkeiten auf, die sie bei uns haben, denn letztendlich will man sich als Mitarbeiter in ein Thema einbringen – bei uns kann man das sehr gut tun.


Haben Sie Strategien entwickelt, die Sie darin unterstützen, wertvolle Mitarbeiter zu halten?

Strategien klingt immer ein bisschen manipulierend, gerade im Kontext von Mitarbeitern. – Wir tun vielmehr viel dafür, dass sich die Kollegen lange bei uns wohlfühlen. Zum Beispiel legen wir einen großen Wert auf unsere ausgeprägte Feedbackkultur. Außerdem investieren wir sehr viel Geld in unsere Mitarbeiterveranstaltungen. Da unsere Kollegen nicht nur in Deutschland, sondern international verstreut sind, haben wir einige Veranstaltungen, an denen wir alle zusammenkommen. Ein Highlight ist unser Summer-Event, an wechselnden attraktiven Orten in Europa, zu dem auch Lebenspartner und Kinder aller Kollegen eingeladen werden. Das Thema Internationalität ist ein weiterer Faktor. Wir haben Tochtergesellschaften in 14 verschiedenen Ländern und viele internationale Projekte. Kollegen, die gerne ins Ausland möchten, können das problemlos und unbürokratisch tun. Und nicht zuletzt fördern wir fachliche Weiterentwicklung. Im Jahr 2013 haben wir 4 % des Umsatzes in Weiterbildung investiert und wurden auch mit dem Deutschen Bildungspreis ausgezeichnet.


Wie halten Sie Ihre Mitarbeiter in einer extrem schnellen Branche immer auf dem neuesten Stand?

Die Kollegen sind sehr eigeninitiativ und machen das eigentlich selbst. Natürlich ermöglichen wir den Besuch spezialisierter Messen, wie zum Beispiel der TechEd. Und wir haben unsere ConVista Academy, um Kollegen entsprechend in neuen Themen zu schulen.


Wie führen Sie Mitarbeiter an neue Aufgaben heran? Beispielsweise über Seminare und Weiterbildungen, Training on the Job …

Letztendlich durch Training on the Job, weil die Projektarbeit sehr wichtig ist und die dafür erforderlichen Fähigkeiten im Projekt erlernt werden können. Für die ganz jungen Kollegen, die von der Uni kommen, haben wir einen Onboarding-Prozess, das heißt, sie werden im ersten Jahr durch einen Mentor begleitet und erhalten oft und strukturiertes Feedback.


Worauf setzen Sie bei der Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter? Auf offene Kursangebote von unterschiedlichen Anbietern am Markt oder auf individuell an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasste Inhouse-Konzepte?

In der Academy haben wir im Jahr 2014 insgesamt 120 Schulungen angeboten, der größte Anteil davon, etwa 80 Prozent, bestand aus fachlichen Schulungen von Kollegen für Kollegen, da wir die Experten selbst im Haus haben. Dann gibt es aber auch Themen, die wir nicht selber abbilden können und für die wir externe Trainer dazunehmen, das ganze Feld der Persönlichkeitsentwicklung zum Beispiel, also Präsentationstraining, Konflikttraining oder Zeitmanagement. So ist es auch bei Englisch-Sprachkursen, die wir von Präsenzseminar über Telefontraining bis zum virtuellen Traininig in allen erdenklichen Varianten anbieten. Extern besuchen unsere Mitarbeiter zudem ganz spezifische fachliche Schulungen bei der SAP.


Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter über den eigenen Aufgaben-Tellerrand zu schauen und proaktiv neue Kenntnisse zu erwerben?

Ja, tun wir, das ist ganz wichtig. Nur so kommen auch die Innovationen zustande, die wir innerhalb der ConVista entwickeln. Wir belohnen diese Eigeninitiative über unseren Innovation Award, der jährlich für ganz besondere Entwicklungen verliehen wird. Und wir haben zum anderen auch die Rolle des Processmanagers, das sind Kollegen, die fachlich ganz herausragend sind und neue Leistungsangebote nach Marktbedarf entwickeln.


Für wie wichtig halten Sie Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, wenn es um die Bindung von guten Mitarbeitern geht?

Das ist unglaublich wichtig, besonders bei den jüngeren Kollegen. Ich habe wahrgenommen, dass sich die Erwartungen von Kollegen, die heute von der Hochschule kommen, gewandelt haben. Es ist für viele unheimlich wichtig, dass das Unternehmen ihnen die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln. Wir haben im letzten Jahr den deutschen Bildungspreis gewonnen und sind stolz darauf, dass wir bezüglich Personalentwicklung und Weiterbildung offensichtlich auf einem ganz guten Weg sind. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres als Weiterbildung oder Weiterentwicklung zu bremsen, dadurch verliert man letztlich Mitarbeiter.


Setzen Sie auf flexible Teilzeitmodelle und familienfreundliche Arbeitsorganisation, um beispielsweise junge Eltern zu unterstützen?

Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld versuchen wir auch ohne Teilzeit mithilfe eines flexiblen Arbeitszeitmodells zu ermöglichen. Das heißt, eine 40-Stunden-Woche beim Kunden kann auch in vier Tagen geleistet werden, so dass der fünfte Tag bereits zum Familienwochenende gehört. Des Weiteren haben wir Home-Office Regelungen und wir versuchen natürlich auch Projekte remote zu ermöglichen. Kollegen mit Familie versuchen wir außerdem bevorzugt ortsnah einzusetzen, damit sie abends nach Hause können. Aktuell haben wir sehr viele Kolleginnen, die Kinder bekommen haben, da sind wir auch flexibel, was Teilzeit angeht.


Bieten Sie Zusatzleistungen wie Kinderbetreuung, Fitnessstudio o. ä., um Ihre Mitarbeiter in ihrem Alltag zu unterstützen?

Über Kinderbetreuung inhouse haben wir sehr lange diskutiert. Wir haben die Überlegung letztendlich verworfen, da es eine Bevorzugung der Kollegen am Standort gegenüber denjenigen wäre, die ständig unterwegs sind. Was das Sportangebot angeht, da sind wir sehr gut aufgestellt, wir haben eine Sport AG an unseren Standorten und die Kollegen, die an kleineren Projektorten tätig sind, können ihre Sportaktivitäten mit in ihre Reiskostenabrechnung nehmen. Zusätzlich haben wir natürlich einen Rahmenvertrag bei einer großen Fitnessstudiokette, die überall in Deutschland vertreten ist.


Über die ConVista Consulting AG:

Die ConVista Consulting AG ist eines der führenden, unabhängigen Beratungshäuser im Bereich IT-gestützter Geschäftsprozesse mit Standorten in 14 Ländern. ConVista LogoSeit 1999 unterstützt Convista weltweit Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen bei der Neugestaltung und Optimierung von Prozessen sowie der dazugehöriger IT-Strukturen und -Systeme.



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