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Pressemitteilung: Weiterbildung muss nicht teuer sein

Lunch-Roulette, Spend your Talent, Reverse Coaching: Diese Low-Budget-Methoden haben sich bewährt 

Mannheim, 12.11.2019 – Begrenztes Budget! Jeder Personalentwickler kennt dieses Problem. Doch keiner von ihnen denkt daran, deshalb den Kopf in den Sand zu stecken. „Jeder Mangel an Ressourcen ist eine weitere Herausforderung, die uns zu mehr Kreativität zwingt”, sagt Tim Darling, L&D-Manager des Online-Sprachtraininganbieters Speexx, der für ein Interview für den L&D-Report bereitstand, den das Weiterbildungsportal kursfinder.de in diesem Jahr gelauncht hat. 175 Personalentwickler wurden dafür befragt: Das Problem des begrenzten Budgets für Weiterbildungen und Seminare kennen alle. In der Personalentwicklung weiß man sich allerdings zu helfen: Inzwischen haben sich zahlreiche Low-Budget-Methoden etabliert.

Low-Budget-Weiterbildungsmethoden

Ohne viel Geld das Maximale in Sachen Weiterbildung für die Belegschaft herausholen – das ist möglich. Und zwar auf vielfältige Weise, mit und ohne Hilfsmittel. In Zeiten der Digitalisierung setzen Unternehmen gerne auf kostengünstige digitale Formate. Beliebt sind etwa der Zugang zu E-Learning-Plattformen, unternehmensinterne Webinare oder die Bereitstellung von Lern-Apps. Aber es geht sogar mit noch weniger Budget: So gibt es Unternehmen, die die Einarbeitung von Mitarbeitern in Videos festhalten und diese dann später der Belegschaft als Wissensvideos zur Verfügung stellen – eine Einbindung in das Intranet ermöglicht eine einfache Zugänglichkeit für jeden.

Lunch-Gespräche mit Lernfaktor

Die Mittagspause nutzen, um sich weiterzuentwickeln?! Auch das ist nach Aussagen der befragten Personalentwickler eine bewährte Low-Budget-Methode. Lunch-Roulette oder Lunch and Learns nennt sich diese Form der Personalentwicklung: Mitarbeiter, die sich bisher nicht kannten, in verschiedenen Abteilungen arbeiten und auf verschiedenen Hierarchiestufen stehen, verbringen die Mittagspause gemeinsam und tauschen sich über ihre aktuellen Aufgaben und Herausforderungen aus. Durch diesen Austausch gewinnen sie neue Sichtweisen, es entstehen Synergieeffekte und im besten Fall Innovationen. Die Lunch-Partner können beliebig getauscht werden, so dass es immer wieder zu neuen Konstellationen und Input kommt.

„Wir Personalentwickler sind selbst ausgebildete Trainer”, lautet eine weitere Antwort der kursfinder.de-Befragung auf die Frage nach bewährten Low-Budget-Methoden. Tatsächlich ist die Arbeit mit internen Dozenten in vielen Unternehmen und Organisationen keine Seltenheit. Social Learning lautet ein Trend in der Personalentwicklung: Mitarbeiter lernen von Mitarbeitern. In welcher Form ist dabei ganz unterschiedlich – und hängt von den Bedarfen ab. Manche Personalentwickler setzen auf internes Mentoring, bei dem jüngere, weniger erfahrene Mitarbeiter von älteren, erfahreneren Kollegen lernen. Bei anderen wird wiederum der Spieß umgedreht: Beim Reverse Coaching geben junge Kollegen ihr Wissen an ältere Kollegen weiter. Das eignet sich vor allem bei Themen rund um die Digitalisierung, bei denen die Digital Natives, also die Youngsters im Unternehmen, den Älteren voraus sind.

Wissensvermittlung von Mitarbeitern für Mitarbeiter

Dasselbe funktioniert auch auf gleichen Hierarchien, etwa dann, wenn ein Kollege Wissen mitbringt, von dem andere im Team profitieren können. “Spend your Talent” nennen die befragten Personalentwickler diese Methode: Wissensvermittlung von Kollegen an Kollegen. Das kann im Alltag ganz nebenher stattfinden, etwa durch Job Shadowing, das Beschatten eines Kollegen für mehrere Stunden oder Tage, oder in Form von internen Trainings, Vorträgen oder Workshops.

Und dann gibt es da noch eine Methode, bei der die Mitarbeiter von selbst lernen und sich entwickeln: Sie lautet offene, positive Fehlerkultur. Dürfen in Unternehmen und Organisationen Fehler gemacht werden, ohne dass der Mitarbeiter Sanktionen zu befürchten hat, setzt er sich intensiv damit auseinander, wie es zu dem Fehler kommen konnte und welche Maßnahmen er einleiten kann, um ein Wiederholen des Fehlers zu vermeiden. Der Mitarbeiter lernt aus seinen eigenen Fehlern und entwickelt sich dadurch weiter. 

Begrenztes Budget ist für Personalentwickler also keine Herausforderung, die sich nicht meistern lässt. Es ist vielmehr eine Herausforderung, die zu innovativen Methoden in der Personalentwicklung führt. Denn Weiterbildung mag an vielen Dingen scheitern, aber am knappen Budget sollte es nicht liegen.

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Pressekontakt
Vanessa Schäfer
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Tel.: +49 621 121857 - 16
vanessa.schafer(at)kursfinder.de


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