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Fettnäpfchen? Die gibt es im Vorstellungsgespräch nicht

Fettnäpfchen? Die gibt es im Vorstellungsgespräch nicht

7 Tipps für mehr Authentizität und Erfolg im Job-Interview

Kennen Sie das? Sie sitzen in einem Bewerbungsgespräch und haben den Eindruck, im Theater gelandet zu sein: mit Ihnen in der Hauptrolle. Was Ihr Gegenüber und Sie da tun, ist doch nicht echt. Sie spielen nach einem Drehbuch. Und dieses gibt es zig-fach nachzulesen: “Dinge, die Sie im Job-Interview lassen sollten”, “So umgehen Sie die größten Fehler im Vorstellungsgespräch”, “xx Tipps, wie sie den Personaler um den Finger wickeln” – die Titel der verschiedenen Ratgeber für erfolgreiche Bewerbungsgespräche sind vielseitig, die Inhalte mehr oder weniger Blaupause. Perfekte Anleitungen, um eines zu sein: unauthentisch. Lassen Sie es! Mit unseren 7 Tipps kommen Sie im nächsten Job-Interview weiter.

1. Benehmen Sie sich einfach normal

Was haben sämtliche Bewerbungsratgeber, die Sie kennen, gemeinsam? Sie setzen alle voraus, dass Sie nicht in der Lage sind, sich angemessen und anständig zu benehmen. Aber mal unter uns: Würden Sie, wenn Sie ein bisschen gesunden Menschenverstand haben, in Flip-Flops zum Bewerbungsgespräch erscheinen? Würden Sie ein Glas Whisky ordern, wenn man Ihnen ein Wasser anbietet? Würden Sie Ihr Gegenüber mit “Na, was geht?” anreden? Schluss also mit diesen völlig aufgesetzten guten Manieren. Spielen Sie sich einfach selbst – Sie beherrschen keine Rolle besser als diese.

2. Führen Sie ein gutes, ungezwungenes Gespräch

Das Bewerbungsgespräch läuft locker und ungezwungen. Ein netter Dialog, bei dem beide Seiten munter plaudern. Moment, ist das nicht verboten? Nein! Wo steht geschrieben, dass ein Job-Interview immer stocksteif und gestelzt verlaufen muss? Sie dürfen sich gut unterhalten – und Sie dürfen Ihr Gegenüber sogar mögen.

3. Lernen Sie Ihren Text nicht auswendig

Sie sind kein Schauspieler! Wie oft haben Sie in irgendeinem Ratgeber schon gelesen, dass Sie vor dem Vorstellungsgespräch zu Hause vor dem Spiegel Ihren Werdegang aufsagen sollen? Dass Sie sich Sätze zurecht legen sollen? Was soll das? Keiner kennt Ihren Lebenslauf so gut wie Sie selbst. Sie müssen sich die Sätze nicht vorher zurecht zimmern – zumal es doch eh viel schöner ist, keinen Monolog halten zu müssen, sondern Ihren Gesprächspartner in einen Dialog zu verwickeln: “Ich habe an dem Projekt XY mitgewirkt. Haben Sie davon schon einmal gehört?”

4. Wer nicht fragt, bleibt dumm

Das haben wir schon als Kinder durch die Sesamstraße gelernt. Ebenso wie: Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten. Ein Bewerbungsgespräch bietet beiden Seiten die Gelegenheit, sich zu beschnuppern. Auch Sie dürfen Fragen zu Dingen stellen, die Ihnen bei einem potentiell neuen Arbeitgeber wichtig sind. Schließlich müssen Sie ja eine berufliche Entscheidung treffen. Ist Ihnen also wichtig, welchen Erfolgskurs ein Unternehmen fährt oder wie der Chef seine Führungsrolle definiert, dann fragen Sie danach. Ist Ihr Gegenüber mit den Fragen überfordert, ist das auch eine Antwort, oder?

5. Zu ehrlich gibt es nicht

Natürlich bleibt es Ihnen selbst überlassen, wie viel Sie in einem Vorstellungsgespräch von sich preisgeben wollen. Es ist nur wichtig zu wissen, dass es niemandem etwas bringt, wenn Sie Ihrem Gegenüber das erzählen, was er hören will. Sie wissen schon, die Frage nach Ihren Stärken und Schwächen zum Beispiel, bei der Ihnen jeder Ratgeber rät Schwächen zu wählen, die auch Stärken sein können. Was bringen aber solche Standard-Antworten? Mit leeren Hülsen und nichtssagenden Floskeln kann keiner etwas anfangen. Sie wurden zum Job-Interview eingeladen, damit man Sie kennenlernen und so herausfinden kann, ob man zueinander passt. Seien Sie also lieber Sie selbst – denn ehrlich währt am längsten.

6. Drucksen Sie bei den Gründen für den Jobwechsel nicht herum

Man soll nicht schlecht über den Chef oder das Unternehmen reden. Das lässt Sie in keinem guten Licht dastehen. Warum aber die Gründe für Ihre berufliche Neuorientierung verheimlichen oder schönreden? Wenn Sie bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber zufrieden wären, würden Sie sich wohl kaum anderweitig umschauen, oder? Ist Ihnen Ihr Aufgabengebiet nicht vielseitig genug? Fehlen Ihnen Entwicklungsperspektiven? Oder sehen Sie sich nicht angemessen entlohnt? Dann verschweigen Sie das nicht, sondern verpacken Sie es positiv: “Weil ich ungern auf der Stelle stehen bleibe, sondern gern dazu lerne, finde ich regelmäßige Weiterbildungen wichtig. Diesen Wunsch kann mir mein aktueller Arbeitgeber nicht erfüllen.”

7. Notlügen? Lassen Sie sie bleiben!

Sie merken im Bewerbungsgespräch schnell, dass das mit der Stelle und Ihnen nichts werden kann. Sei es, weil Sie mit dem Chef nicht warm werden. Sei es, weil die Aufgaben in Wirklichkeit ganz anders aussehen als in der Stellenausschreibung beschrieben. Sei es, weil Ihnen jetzt, wo Sie einen Fuß in ein anderes Unternehmen gesetzt haben, bewusst geworden ist, wie sehr Sie an Ihrem aktuellen Job hängen. Dennoch trauen Sie sich nicht, das offen Ihrem Gegenüber mitzuteilen. Warum? Job-Interviews sind dazu da, sich gegenseitig kennenzulernen, um zu merken, ob man zueinander passt oder nicht. Reden Sie also lieber Klartext, sonst haben Sie am Ende einen Job, den Sie eigentlich gar nicht wollen. Und damit ist nicht zu spaßen.


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