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8 Tipps für mehr Wertschätzung im Team

Business-Coach Claudia Arheit: “Für Wertschätzung muss man bei sich selbst anfangen”

Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu – Wir alle kennen wohl diesen Satz, der uns früh in der Kindheit eingetrichtert wurde. In der Theorie sind wir uns dessen immenser Bedeutung bewusst. In der Praxis sieht es oftmals anders aus. Chefs, die einen Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft auflaufen lassen. Gespräche in der Büroküche, die verstummen, sobald man den Raum betritt. Ein Kollege, der einem gerne die unangenehmen Aufgaben aufdrückt. Die eine Kollegin, die immer zu spät ins Meeting kommt und alle anderen warten lässt. Wertschätzung sieht anders aus. 

Dass mitunter aufgrund mangelnder Wertschätzung Fluktuationsraten in Unternehmen ansteigen und viele Arbeitnehmer nur noch Dienst nach Vorschrift machen, zeigen nicht nur zahlreiche Studien. Das weiß auch die zertifizierte Business-Trainerin Claudia Arheit von ARHEIT TeamShaping. “Wertschätzung ist jedem ein Bedürfnis”, sagt die Kommunikations- und Verhaltenstrainerin. “Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass man bei sich selbst anfangen muss, um Wertschätzung zu erfahren.” Wertschätzung ist schließlich nicht nur die Basis jeder guten Beziehung: Wertschätzung erzeugt Wertschätzung. In diesem Beitrag teilen wir mit Ihnen 8 Tipps von Claudia Arheit, mit denen Sie zu mehr Wertschätzung im Team beitragen.

Business-Coach Claudia Arheit

1. Verständnis für andere aufbringen

“Ist der so blöd!” “Die ist irgendwie komisch!” Kommen Ihnen solche Aussagen bekannt vor? Wir fällen unser Urteil über andere schnell und hinterfragen dieses Urteil dann kaum noch. Wie wäre es stattdessen mit ein bisschen Verständnis? Um Verständnis für andere zu gewinnen, hilft es, zu wissen, dass es nicht die EINE Realität gibt. “Jeder konstruiert sich seine eigene Realität auf Basis von Fakten und subjektiver Bedeutungsgebung”, erläutert Claudia Arheit. Vor diesem Hintergrund fällt es leichter, anderen mit Verständnis zu begegnen und das eigene Verhalten und die eigene Einstellung ihnen gegenüber zu verändern. “Durch die Veränderung unseres eigenen Verhaltens können wir indirekt das Verhalten unserer Umwelt beeinflussen”, so die Business-Trainerin.

2. Eigene Gedanken und Gefühle bewusst steuern

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Die eigene Einstellung macht den Unterschied. “Unsere Gefühle werden weniger durch die tatsächliche Situation als durch unsere bewertenden Gedanken beeinflusst”, veranschaulicht Claudia Arheit. Wir kennen alle das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn wir ein bestimmtes Ergebnis erwarten, leisten wir einen erheblichen Beitrag dazu, dass das Ergebnis am Ende tatsächlich eintritt. Wir können unsere Gedanken und Gefühle bewusst steuern. Ist unsere innere Kommunikation positiv, tun wir damit uns selbst, aber auch unserer Umwelt Gutes.

3. Sich selbst annehmen und wertschätzen

Wertschätzung können wir anderen nur entgegenbringen, wenn wir mit uns selbst im Reinen sind. “Man muss lernen, sich selbst zu akzeptieren. Wenn ich mich selbst mag, mag ich auch andere”, erklärt Trainerin Claudia Arheit. Sich selbst zu verfluchen, weil man einen Fehler gemacht hat, sich klein zu machen und sich negativ zuzureden, bringen einen nicht weiter. Selbst von negativen Menschen, Worten oder Dingen im Umfeld sollte man sich nicht unterkriegen lassen, sondern stattdessen ein gesundes Selbstbewusstsein pflegen. “Jeder bestimmt seinen eigenen Wert”, so die Trainerin, “niemand anderes.”

4. Teufelskreise erkennen und unterbrechen

Waren Sie schon mal in einer Negativschleife gefangen? Das ist gefährlich. Denn aus einer Negativschleife kann schnell ein innerer Teufelskreis werden: Wir fühlen uns wertlos, suchen Bestätigung von außen und drängen uns anderen regelrecht auf. Folge: Die anderen sind genervt, fühlen sich eingeengt oder bedroht und treten den Rückzug an. Folge: Wir suchen umso mehr Bestätigung. Das ist ein Rattenschwanz. Deshalb gilt es, sich dieser Teufelskreise bewusst zu werden – durch notwendige Distanz. Diese erreicht man, indem man sich aus dem negativen Gefühl heraus begibt und in die Betrachtung eines neutralen Beobachters hineinversetzt. “Haben wir es bis hierhin geschafft, entdecken wir auch die Handlung, die es uns ermöglicht, das Konfliktkarussell anzuhalten”, weiß Claudia Arheit.

5. Auf der Sachebene bleiben

Egal, worum es geht: Versuchen Sie in jeder Situation sachlich und freundlich zu bleiben. Das ist gar nicht immer so leicht. Schließlich hat jeder von uns Gefühle. Versuchen Sie sich emotional von der Situation zu distanzieren. Lassen Sie sich bei Konflikten nicht von Ihren Gefühlen leiten. Versuchen Sie sich auf Fakten zu berufen, die hier und jetzt belegbar sind, und seien Sie klar in Ihren Aussagen. “Wichtig ist, auf Verzerrungen und Angriffe gar nicht erst einzugehen”, sagt Claudia Arheit. Auf der Sachebene lassen sich Probleme leichter aus der Welt schaffen.

6. Selbstoffenbarung praktizieren

Selbstoffenbarung hat im beruflichen Umfeld nichts zu suchen? Wer das glaubt, braucht sich nicht wundern, wenn er von den Kollegen gemieden oder abgelehnt wird. Denn wer wenig von sich selbst preisgibt, lässt viel Spielraum für Projektionen und Fantasien. Indem man mehr von sich preis gibt und sich nicht zu sehr zurückhält, nimmt man allen Interpretationen und Projektionen von außen gleich den Wind aus den Segeln und bietet wenig Angriffsfläche. Es lohnt sich also, das Pokerface abzulegen.

7. Konstruktives Feedback geben und annehmen

Zu Wertschätzung zählt auch konstruktives Feedback. Dieses zu geben und anzunehmen hilft in der persönlichen, aber auch bei der Teamentwicklung weiter. Feedback sollte zeitnah, konkret und wertfrei erfolgen. “Feedback sollte grundsätzlich neutral bis positiv sein”, empfiehlt Business-Trainerin Claudia Arheit. Das solle allerdings nicht bedeuten, dass keine unangenehmen Dinge gesagt werden dürfen, “sie sollten nur die hervorgerufene Reaktion angemessen beschreiben.”

8. Auf nonverbale Kommunikation achten

“Ich habe doch gar nichts gesagt”, diese Rechtfertigungshaltung ist bekannt. Und doch sind es nicht immer Worte, auf die es ankommt und mit denen man andere wert- oder geringschätzt. “Man kann nicht nicht kommunizieren”, beschreibt Expertin Claudia Arheit. Nur 20% unserer Kommunikation verläuft verbal, die restlichen 80% nonverbal. Versuchen Sie sich Ihrer nonverbalen Kommunikation bewusst zu werden. Was strahle ich aus? Welche Körpersignale sende ich aus? Welche sendet mein Gegenüber aus? Mit unserer nonverbalen Kommunikation können wie viel zu Wertschätzung beitragen. In diesem Sinne: Keep smiling!


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