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Jahreswechsel: Neue Regelungen und Gesetze treten 2019 in Kraft

Änderungen zum Jahreswechsel

Was sich für Arbeitnehmer ab Januar ändert

Der Jahreswechsel rückt näher. Und mit ihm ändert sich für Arbeitnehmer einiges: Die Bundesregierung hat Änderungen beschlossen, die größtenteils dazu beitragen, die Position der Arbeitnehmer zu stärken. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Änderungen für Angestellte in einer kurzen Übersicht vor.

Hier geht's zur Infografik

Brückenteilzeit

Das gab es bisher nicht: Mit der Brückenteilzeit haben Arbeitnehmer ab dem 1. Januar 2019 die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit ohne die Angabe eines Grundes befristet zu reduzieren. Nach Ablauf dieser Frist haben die Angestellten wieder einen Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung. Wichtig ist, dass der Zeitraum, in dem die Arbeitszeit verringert wird, vorab festgelegt wird, so dass der Arbeitgeber Planungssicherheit hat. Voraussetzung für Brückenteilzeit ist:

  • dass der Arbeitnehmer dem Betrieb seit mindestens 6 Monaten angehört
  • dass die Teilzeitarbeit mindestens drei Monate vor Beginn schriftlich beantragt wird
  • dass das Unternehmen mehr als 45 Beschäftigte hat.


Midi- und Minijobs

2019 ist eine Ausweitung der Gleitzone zwischen Mini- und Midijob vorgesehen. Midijobber dürfen dann zwischen 450 und 1300 Euro (bisher 850 Euro) verdienen – und das bei reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen. Geringfügig Beschäftigte, die nicht mehr als 450 Euro monatlich (5400 Euro jährlich) verdienen, können sich freuen, wenn sie die Beschäftigung innerhalb einer bestimmten Zeitgrenze ausüben: Innerhalb der ist der Minijob völlig beitragsfrei – für den Arbeitnehmer gleichermaßen wie für den Arbeitgeber.

Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn steigt in zwei Schritten: Zum 1. Januar 2019 wird er auf 9,19 Euro angehoben, zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro (aktuell liegt er bei 8,84 Euro). Ausgenommen vom Mindestlohn sind nach wie vor:

  • Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung
  • Auszubildende
  • Langzeitarbeitslose während der ersten sechs Monate nach Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit
  • ehrenamtlich Tätige
  • Praktikanten (bei verpflichtendem Praktikum während der schulischen oder hochschulischen Ausbildung oder bei Praktikas bis zu einer Dauer von drei Monaten zur Orientierung für eine Ausbildung oder ein Studium)
  • Jugendliche, die an einer Einstiegsqualifizierung als Vorbereitung für das Berufsleben nach dem Berufsbildungsgesetz teilnehmen

Beitragsbemessungsgrenzen

Zum neuen Jahr passt die Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenzen an: Die für die gesetzliche Krankenversicherung wird auf 4.537,50 Euro/Monat (54.450 Euro/Jahr) festgesetzt. Dieselben Werte gelten auch für die Pflegeversicherung. Die Versicherungspflichtgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt ab Jahresbeginn 2019 bei 5.062,50 Euro im Monat (60.750 Euro/Jahr). Nur wer mehr verdient, darf in die private Krankenversicherung wechseln.

In der allgemeinen Rentenversicherung liegt die Beitragsbemessungsgrenze ab 2019 in Westdeutschland bei 6.700 Euro/Monat (80.400 Euro/Jahr), in den neuen Bundesländern bei 6.150 Euro/Monat (73.800 Euro/Jahr).

Arbeitslosenversicherung

Zum Jahreswechsel wird der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,4 Prozentpunkte auf 2,6% (derzeit 3%) gesenkt. Bis Ende 2022 soll eine weitere Senkung von 0,1 Prozentpunkten auf 2,5% erfolgen.

Krankenversicherung

Halb-halb ist ab Januar 2019 bei der gesetzlichen Krankenversicherung angesagt. Bisher zahlen zwar Arbeitgeber und Arbeitnehmer je die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes, den kassenindividuellen Zusatzbeitrag mussten Arbeitnehmer jedoch bislang allein stemmen. Das ändert sich zum Jahreswechsel: Dann zahlen beide Seiten den gleichen Anteil.

Pflegeversicherung

Hier werden Arbeitnehmer zum 1. Januar 2019 zur Kasse gebeten: Der Beitragssatz wird um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05% des Bruttoeinkommens angehoben. Für Kinderlose steigt er auf 3,3%.

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