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“Ich wollte nicht auf der Stelle stehen bleiben, sondern vorwärts kommen”

Andrea Strzebrakowskis Leben hat durch die Aufstiegsfortbildung zur geprüften Meisterin für Kraftverkehr eine neue Wendung genommen

Andrea Strzebrakowski47 Jahre ist Andrea Strzebrakowski alt, als sie eine Entscheidung trifft, die ihr Leben verändern würde: Lange Jahre war sie als Fahrlehrerin tätig, hat Berufskraftfahrer ausgebildet, zig Stunden auf dem Beifahrersitz verbracht. Doch die Mutter wollte mehr. Lange hat sie hin und her überlegt. Nach dem Besuch einer Infoveranstaltung der Agentur für Arbeit sowie des Jobcenters Oberhausen und dem Weiterbildungsträger DEKRA stand ihr Entschluss: Sie würde die Aufstiegsfortbildung zum geprüften Meister für Kraftverkehr machen.

Heute ist Andrea Strzebrakowski 51 Jahre alt, die zweijährige Fortbildung hat sie 2016 abgeschlossen. Auf dem Beifahrersitz sitzt sie kaum noch, höchstens, wenn sie mit ihrer Familie unterwegs ist. Denn ihr Berufsfeld hat sich grundlegend verändert. Andrea Strzebrakowski ist heute als Dozentin, unter anderem bei der DEKRA, der IHK, beim TÜV und bei anderen Bildungsträgern tätig, ist Mitglied des IHK-Prüfungsausschusses – und hat mehr Zeit für ihr Privatleben.

Frau Strzebrakowski, warum haben Sie sich für die Aufstiegsfortbildung entscheiden?

Andrea Strzebrakowski: Letztendlich war das, was ich heute mache, mein Ziel. Das zu erreichen, war Grund und Motivation für die Fortbildung. Ich wollte Dozentin werden und natürlich auch eine individuelle Weiterbildung absolvieren, um nicht auf einer Stelle stehen zu bleiben, sondern vorwärts zu kommen.

Waren Sie in Ihrem früheren Job unzufrieden?

Andrea Strzebrakowski: Nein, aber ich habe über 20 Jahre lang darin gearbeitet. Irgendwann ist es immer dasselbe und ich für mich wollte immer neue Dinge machen, mit neuen Menschen in Kontakt treten und einen Schritt nach vorne gehen.

Als Erwachsener ist es nicht so leicht, parallel zur Arbeit noch eine Fortbildung zu belegen: Welche Herausforderungen sind Ihnen da im Alltag begegnet und wie haben Sie sie gemeistert?

Andrea Strzebrakowski: Ich bin Mutter, habe einen Haushalt und bin Vollzeit berufstätig. Deshalb habe ich die berufsbegleitende Fortbildung gewählt, um alles unter einen Hut zu kriegen. Aber natürlich musste man sich samstags, wenn man eine Arbeitswoche hinter sich hatte und zur Schule musste, schon motivieren. Die Fortbildung ging über zwei Jahre und es war eine Herausforderung, sich samstags zur Schule aufzuraffen, wenn andere frei hatten.

Gab es im Gegenzug kleine Belohnungen oder wie haben Sie sich motiviert?

Andrea Strzebrakowski: Anreiz war für mich die Zielstrebigkeit, das, was man angefangen hat, auch fertig zu bringen. Ich wollte die Fortbildung ja unbedingt machen. Und ich hatte auch Spaß an der Sache. Klar, im Haushalt blieben auch mal einige Dinge liegen, mein Mann hat mich unterstützt und ich habe die Freizeit mit meiner Tochter natürlich viel intensiver genutzt. Das bisschen, das uns blieb, haben wir auch wirklich genutzt. Sie war damals erst vier Jahre alt. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Ich würde jedem, der mich um Rat fragt, sagen: “Ja, mach das.” Es ergeben sich dadurch Möglichkeiten, die man vorher gar nicht gesehen hat.

Hatten Sie nicht auch mal Zweifel, wie Sie das alles schaffen sollen?

Andrea Strzebrakowski: Ich habe mir das nicht so zu Herzen genommen und mir stattdessen gesagt: Da musst du jetzt durch. In diesen Zwei-Jahres-Fortbildungen sind drei Prüfungen zu absolvieren, jeweils zum Jahresabschluss, und so hatte ich immer zum Jahresende einen Erfolg: Da habe ich wieder eine Prüfung bestanden, hier wieder eine. Mit jeder Prüfung kam man einen Schritt weiter und da ist Aufgeben keine Alternative.

Sie haben inzwischen die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen: Inwiefern profitieren Sie jetzt im Job davon?

Andrea Strzebrakowski: Ich habe ganz andere Möglichkeiten. Ich kriege jetzt Job und Privatleben besser unter einen Hut. Ich habe durch die Fortbildung mehr Freizeit und mehr Geld. Und zusätzlich mehr Spaß. Es ist ja wieder was Neues, intellektuell anspruchsvoller. Man kommt mit mehr Leuten in Kontakt. Auch finanziell hat sich die Aufstiegsfortbildung gelohnt: Ich habe bei deutlich weniger Arbeitszeit deutlich mehr auf dem Konto.

Können Sie unschlüssigen Weiterbildungsinteressierten einen Tipp mit auf den Weg gehen?

Andrea Strzebrakowski: Wenn jemand zweifeln sollte, ob das die richtige Fortbildung ist: Ich kann sie jedem nur ans Herz legen. Die finanzielle Förderung durch die KFW ist gegeben. Es ist also keine Fortbildung, die einen in den Ruin treibt, und man hat danach jede Menge Möglichkeiten, andere, neue Wege zu gehen.


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