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Hat PowerPoint inzwischen ausgedient?

Vorteile, Nachteile und Alternativen des gängigen Präsentations-Tools

“Machen Sie für das Meeting noch eine Präsi fertig?!”, wenn die Führungskraft mit diesem Satz kommt, rollt der Mitarbeiter gedanklich mit den Augen und legt die Stirn in Falten. Denn er weiß genau, was ihm bevorsteht: Die alte Hassliebe zu PowerPoint wird neu entfacht. Es gibt kaum jemanden, der mit der Präsentationssoftware von Microsoft gerne arbeitet. Schon zu Schulzeiten wurde sich mit ihr arrangiert. Das Arrangement hält im Berufsleben an. Was bleibt einem anderes übrig? Vieles! Beherrschte vor 25 Jahren noch PowerPoint den Markt, so haben Softwareentwickler nicht geschlafen, sondern inzwischen zahlreiche Alternativen geschaffen, die moderner und benutzerfreundlicher sind. Hat PowerPoint also ausgedient?

Die Vorteile von PowerPoint

Ganz so pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Zum einen, weil Geschmäcker beim Umgang mit Software verschieden sind. Zum anderen aber auch, weil PowerPoint durchaus Vorteile mit sich bringt. Andernfalls hätte es sich wohl kaum so lange an der Spitze der Präsentations-Tools halten können.

Die Software ist die moderne Form des alten Diaprojektors: Sie ermöglicht es, das gesprochene Wort mit digitalen Folien zu untermauern. Dabei

  • lassen sich Bilder und Grafiken mit kurzen Texten kombinieren
  • lässt sich pro Folie viel Redezeit einplanen
  • lassen sich komplexe Sachverhalte mit einfachen Animationen veranschaulichen
  • lassen sich Videoausschnitte integrieren
  • lässt sich das Design der Corporate Identity anpassen

Und der größte Vorteil: So gut wie jeder hat schon einmal mit PowerPoint gearbeitet und ist mit dem Umgang ein wenig vertraut, selbst wenn eben dieser immer wieder für Ärger sorgt, etwa weil sich Dinge nicht so wie gewünscht positionieren lassen oder Elemente verrutschen, wenn man ein anderes anpackt.

Die Nachteile von PowerPoint

Damit sind wir schon bei den Nachteilen der Software angelangt: Die Nutzerfreundlichkeit wurde in den letzten drei Jahrzehnten kaum überarbeitet. Auch die Design-Templates sind längst überholt. Wer eine PowerPoint-Präsentation sieht, hat das Gefühl, dieses Design schon mehrere hundert Male inzwischen gesehen zu haben. Der Überraschungseffekt bleibt ein bisschen auf der Strecke und regt dazu an, sich leicht ablenken zu lassen.

Wer versucht, mit einer Animation den Wow-Effekt zu schärfen, muss aufpassen, dass diese wiederum nicht zu sehr vom Inhalt ablenkt. Und ja, bei PowerPoint neigen viele dazu, zu viele Inhalte auf die Folien zu packen: Häufig sind die Folien überladen oder die Anzahl der Folien kaum mehr zu zählen. Das erschwert es dem Publikum, den Ausführungen aufmerksam zu folgen. Das Publikum lässt sich nur schwer aktiv mit einbeziehen.

Ein weiterer Knackpunkt von PowerPoint: Es ist im Gegenzug zu mancher Alternative kostenpflichtig. Ob sich dieses Investment lohnt, ist Ansichtssache. Einer Harvard-Studie zufolge liefert PowerPoint bei einem freien Vortrag keinen erheblichen Mehrwert. Vorträge mit anderen Präsentations-Tools werden laut Studie als überzeugender, organisierter, fesselnder und effektiver bewertet. 

Welche Alternativen gibt es?

Inzwischen sind in Deutschland einige Alternativen auf dem Markt, die eine verbesserte Benutzeroberfläche aufweisen. Sie sind nutzerfreundlicher und moderner. Funktionen und Designs lassen sich leichter anpassen. Als Alternative in Frage kommen etwa:

  • Prezi
  • Google Slides
  • Keynote
  • Deckset
  • Haiku Deck
  • Powtoon

Was diesen Tools gemein ist: Sie setzen neue Reize und erhöhen damit automatisch die Aufmerksamkeit des Publikums, das in der Regel PowerPoint-Templates gewohnt ist. Die Präsentations-Tools sind leichter zu bedienen und erlauben eine einfachere Darstellung komplexer Sachverhalte. 

Hat PowerPoint also ausgedient?

Nein, es hat aber adäquate Konkurrenz bekommen. Wichtig ist in allen Fällen der richtige Einsatz von Präsentations-Tools. Rhetorische Fähigkeiten, die Kunst der freien Rede zu beherrschen, sind das A und O eines guten Vortrages. Der Vortrag selbst sollte fesselnd sein. Dann können Tools wie PowerPoint als Unterstützung herangezogen werden. Sie ersetzen jedoch nicht einen guten Redner, der sein Publikum miteinbezieht, Umfragen streut, Erfahrungsberichte einbaut und mit den Zuhörern interagiert. Wenn also PowerPoint zum Einsatz kommen, dann besser nicht während des gesamten Vortrags. Häppchenweise dosiert und ohne visuelle Überladung können Präsentations-Tools einen Mehrwert liefern und nicht nur vom gesprochenen Wort ablenken.

Wollen Sie bei Ihrer nächsten Präsentation glänzen und Fehler vermeiden? Dann lesen Sie einfach weiter: Wir verraten Ihnen, wie Sie sich bestens für Ihre nächste Präsentation wappnen.

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