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“Es ist zwar anstrengend, aber sehr inspirierend”

Sarah Schmitz

Dr. Sarah Schmitz ist Executive MBA-Anwärterin an der SSE

Sie kann mit dem Schwärmen kaum aufhören: Sarah Schmitz wirkt heute, wenn sie über ihr MBA-Programm an der Stockholm School of Economics (SSE) spricht, noch genauso aufgeregt wie damals am ersten Tag. Die promovierte Chemikerin hat mit ihren 37 Jahren schon eine beachtliche Karriere hingelegt, lebte in China, Australien und Japan. Mit der Teilnahme am MBA-Programm will sie diesem noch etwas draufsetzen, sich tiefgehende Kenntnisse über Wirtschaftlichkeit und Leadership aneignen. “Im Arbeitsalltag bekommt man da nie geballte Informationen, geschweige denn hätte man die Zeit dafür, sich damit zu befassen, um es intensiv zu implementieren”, berichtet sie von den Beweggründen, ihre beruflichen Zelte abzubrechen, um sich 18 Monate lang intensiv ihrem Studium zu widmen.

Die Wahl auf die SSE ist ihr nicht schwer gefallen, wollte sie nach einer langen Zeit in China doch ohnehin wieder in Europa Fuß fassen. Bei der Recherche ist Sarah Schmitz auf das Programm in Stockholm gestoßen. “Die Business-School hat nicht nur einen sehr guten Ruf, sondern hat sich auch nett präsentiert, sehr energetisch, sehr innovativ. Sie hat ihren Sitz im Herzen von Stockholm, der Startup-Szene Skandinaviens. Alles also weniger konservativ – genau das, wonach ich in dem Moment gesucht habe”, sagt sie.

Zurück auf die Schulbank

Normalerweise arbeiten die Teilnehmer des Executive-MBA-Programms Vollzeit während ihres Teilzeit-Studiums weiter, was eine enorme Herausforderung für sie darstellt. Die promovierte Chemikerin hat sich für das Studium jedoch eine berufliche Auszeit genommen, was das Pendeln zwischen Deutschland und Schweden einfacher macht. Leicht, auf einmal wieder die Schulbank zu drücken, war es dennoch nicht. Man müsse erst mal wieder in den Modus finden, in das Lernen, das viele Lesen, das lange Konzentrieren – und natürlich auch das Prüfungen absolvieren. “Es ist sehr anstrengend, aber es macht sehr viel Spaß und ist inspirierend”, gesteht die MBA-Anwärterin.

Als Schwerpunkt hat sie “Innovation and Entrepreneurship” gewählt. Warum? Weil Innovation und Unternehmertum häufig nicht in alteingefahrene Strukturen von alteingesessenen Großkonzernen und Firmen reinpasse, meint Sarah Schmitz: “Für mich war daher sehr interessant, wie eine Business-School damit umgeht.”

Einblicke in die Werte anderer Unternehmen

Die Teilnehmer des MBA-Programms bringen alle verschiedene Hintergründe mit. Manche kommen aus der Unternehmensberatung, andere aus dem Bankenbereich, wieder andere aus der Pulp and Paper Industry. Sogar ein Modedesigner aus New York sei mit dabei, erzählt die 37-Jährige schmunzelnd. Die unterschiedlichen Backgrounds bringen enorme Vorteile mit sich. “Man bekommt ganz neue Einsichten in Strategien, Visionen und Werte von Firmen, die einfach anders sind als ein Chemiekonzern.”

Nahezu einmalig an der SSE ist die Live-Pädagogik. Drei Projekte in diesem Bereich fallen Sarah Schmitz dazu spontan ein – eines unter der Headline “Manage Organisational Change”, das sich über sechs Monate erstreckte. Dazu ist die Duisburgerin in einen großen Technologiekonzern gegangen und hat in diesem eine Veränderung eingeleitet und begleitet. “Das beinhaltet auch, dass man sich viel Zeit für die Mitarbeiter nimmt, Interviews führt, unterschiedliche Stadien der Emotionen durchlebt und das alles innerhalb einer Firma, mit der man eigentlich nicht vertraut ist”, gibt sie Einblicke in ihr Studium.

Eine Idee in ein Projekt umwandeln und dieses in die Praxis umzusetzen, es nahezu bis zur Marktreife zu bringen, hat die aufgeschlossene Chemikerin ebenso gelernt wie die eigentliche Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR). Ein schwieriges Thema, findet Sarah Schmitz, weil es keine eindeutige Definition dafür gebe. “Und weil viele Firmen ihr eigenes Süppchen kochen, hier und da was Gutes tun und glauben, sie hätten damit CSR erfüllt”, weiß die 37-Jährige, dass da ein bisschen mehr dazu gehört. Es sei spannend gewesen, den Teilnehmern den Langzeitblick von CSR näher zu bringen. “Wenn man sich mit diesem Thema intensiv auseinandersetzt, kann das der Firma auch sehr starke wirtschaftliche Vorteile in der Zukunft bringen.”

Spaß daran, sich weiterzuentwickeln

Die 18 Monate neigen sich dem Ende entgegen. Ein Abschluss-Modul steht noch aus, im September findet dann die Graduierung statt. Die Zeit ist für Sarah Schmitz schnell vergangen. Sie hatte und hat Spaß am MBA-Programm, weil sie es liebt, Neues zu entdecken, sich selbst weiterzuentwickeln. “Ich kann es nur weiterempfehlen”, schwärmt sie. In Deutschland sei es üblich, dass promovierte Chemiker irgendwann in eine Management-Position kommen und dann verlangt werde, dass sie alles für diese Position bereits mitbringen. Die 37-Jährige ist realistisch: “Das ist einfach nicht der Fall”.

Das MBA-Studium hilft ihr da weiter, auch wenn Sarah Schmitz noch gar nicht so wirklich weiß, welchen beruflichen Weg sie nach der Graduierung einschlagen wird. Zurück in den Chemiekonzern möchte sie vorerst nicht. “Es ist die Zeit gekommen, sich ein bisschen aus diesem Hamsterrad zu lösen und zu schauen, was es sonst noch für Möglichkeiten gibt”, blickt sie ihrer Zukunft neugierig entgegen. Das Thema Existenzgründung reizt sie. Und vielleicht ist dazu auch schon der Grundstein gelegt. Zu viel möchte die MBA-Anwärterin noch nicht verraten, “aber innerhalb des MBAs ist etwas entstanden, was wir uns jetzt intensiver anschauen möchten.” Zusammen mit zwei Kommilitonen arbeitet sie an einer Idee, die sich vielleicht ausbauen lässt. “Das ist ziemlich spannend und interessant”, so Schmitz, die auch mit der Start-up-Szene liebäugelt. “Da werde ich die nächsten Monate mehr reinschnuppern und schauen, was sich so ergeben kann.”


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