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Neues Pflegeberufsgesetz 2020: Pflege attraktiver gestalten

Was sich durch das Pflegeberufsgesetz ändert

Weniger Stellenzugänge als ausgeschriebene Jobs, Fachkräftemangel und teils unattraktive Ausbildungsbedingungen: Viele denken hierbei an einen Jobzweig – nämlich den der Pflege. Anfang 2020 ist das neue Pflegeberufsgesetz in Kraft getreten, das die Wege in den Pflegeberuf optimieren soll. Wir haben die wichtigsten Hintergründe zusammengefasst.

Grundlegendes zum Gesetz

Mit dem neuen Pflegeberufsgesetz reagiert man auf neue Anforderungen der heutigen Zeit: Stichwort demografischer Wandel. Die Bundeszentrale für politische Bildung spricht eine Prognose aus, dass im Jahre 2060 jeder dritte Deutsche mindestens 65 Jahre alt sein wird.

Dies bringt einige Folgen mit sich, sowohl wirtschaftlicher als auch gesellschaftlicher Art. Von daher muss der Pflegeberuf an sich attraktiver gestaltet werden, um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden. 

Das Pflegeberufsgesetz löst das bisherige Altenpflege- und Krrankenpflegegesetz ab. Wichtigste Änderung ist jedoch die Generalisierung der Ausbildung. Das bedeutet, dass die bestehenden Ausbildungen zur Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einer umfassenden Ausbildung gebündelt werden. Hintergrund ist die inhaltliche Überschneidung und die Tatsache, dass die Absolventen in vielerlei Tätigkeits- und Versorgungsformen eingesetzt werden können.

Absolvieren können die Ausbildung diejenigen, die folgende Qualifikationen besitzen:

  • einen mittleren Schulabschluss oder
  • einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung

Diese beiden Schulungswege bietet die neue Ausbildungsform an:

  • dual: praktische Arbeit in Kombination mit einer Ausbildung in der Pflegeschule
  • neu kommt ein Hochschulstudium hinzu, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflege zu integrieren und damit Aufstiegs- und Karrierechancen zu ebnen

Wie ist die neue Ausbildungsform aufgestellt?

Wie die meisten Ausbildungen dauert auch diese drei Jahre. Hat man sie erfolgreich abgeschlossen, darf man sich Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau nennen. In den ersten zwei Jahren verläuft die Lehre im angedachten generalistischen Sinne, also nach einheitlichen und umfassenden Vorgaben. Im dritten Ausbildungsjahr wählen die angehenden Pflegefachkräfte einen individuellen Vertiefungs- oder Schwerpunkt. Wer sich hierbei für die Pflege alter Menschen oder die Versorgung von Kindern und Jugendlichen entscheidet, kann die bisherige Ausbildungsform wie gewohnt fortsetzen oder aber einen Abschluss als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger erlangen. Sechs Jahre lang soll dieses System nun getestet werden: Im Jahr 2026 prüft das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend abschließend, ob dieser gesonderte Abschluss noch benötigt wird.

Finanziert wird die generalistische Ausbildung durch einen gemeinsamen Ausbildungsfonds der Bundesländer. Damit entfällt das zu zahlende Schulgeld. Azubis haben dadurch Anspruch auf ein angemessenes und leistungsbezogenes Ausbildungsgehalt.

Die neue Ausbildungsform ist zudem in der gesamten EU anerkannt. 

Warum aber das Ganze?

Die Pflege muss attraktiver gestaltet werden. Auszubildenden soll der Weg in die Pflege neu aufgezeigt werden und Begeisterung für den Berufszweig schaffen, von dem Deutschland aufgrund seiner demografischen Struktur zunehmend abhängig sein wird. Mit dem neuen Pflegeberufsgesetz soll/en

  • die Pflegeausbildung aufgrund inhaltlicher Überschneidungen generalisiert werden
  • Pfleger umfassend geschult werden
  • eine höhere Ausbildungsqualität eingeführt werden
  • das Qualitätsniveau der Lehrenden angehoben werden
  • Lehrinhalte modernisiert und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen unterstützt werden.

Mit diesen Maßnahmen will man dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegengewirken, wodurch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz eine neue Qualität erhält. Der Mehrbedarf an Pflegestellen soll flächendeckend mit neuem Fachpersonal bestückt werden. Damit Deutschland auch in Zukunft gesund ins Alter starten kann!

Sie interessieren sich für einen Pflegeberuf? Dann lohnt sich ein Blick in diese Pflegeweiterbildungen oder Pflegestudiengänge.


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