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Online-Workshops lebendig gestalten

Online-Workshops lebendig gestalten

7 Tipps, mit denen Online-Events zum Erlebnis werden

Hier gähnt einer lautstark in die Kamera, dort reckt und streckt sich eine. Jemand anderes klopft gelangweilt auf der Tischplatte herum, während andere nebenher immer wieder einen Blick aufs Smartphone werfen: Online-Workshops können ganz schön ätzend sein. Denn im Ernst: Wer steht schon auf lange Monologe und stundenlanges ruhiges Sitzen? Das hatten wir alle schon zu Schulzeiten zu genüge. Online-Workshops – egal ob intern oder extern – können allerdings auch lebendig und mitreißend gestaltet werden. Wie? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Meetings per Video-Call zehren an der Konzentration und ermüden. Das Zoom-Fatigue lässt grüßen. Das Starren auf den Bildschirm ermüdet die Augen, durch das ständige Springen zwischen einem Sprechenden und dem anderen wird unser Gehirn extrem gefordert und manchmal auch überfordert, Mimik und Gestik bleiben auf der Strecke, vorausgesetzt die anderen Teilnehmenden haben überhaupt ihre Kameras angeschaltet. Bei Workshops und Seminaren verhält es sich genauso. Doch es gibt verschiedene Methoden, um die Aufmerksamkeit der anderen online hochzuhalten. Man muss sie nur kennen.

1. Eine gute Planung ist alles

Ein guter Online-Workshop steht und fällt mit der Moderation oder Workshop-Leitung. Deren Arbeit beginnt bereits vor dem Seminartermin. Denn Planung ist der Schlüssel. Wer andere im Workshop nicht langweilen will, sollte genau wissen a) was er/sie vermitteln will und b) welche (interaktive) Methoden sich dazu eignen. Dazu sollte die Kursleitung ein Konzept mit rotem Faden haben, das funktioniert und sich online ohne Probleme umsetzen lässt. Informationen über die Zielgruppe und deren Vorwissen einzuholen, erleichtert es, dieses Konzept zu erstellen.

2. Kompakte Infos in kleinen Häppchen

Ein wichtiger Faktor bei Online-Workshops ist die Art der Wissensvermittlung. Ellenlange Vorträge eignen sich nicht. Viel mehr sollten die Informationen auf das Wesentliche heruntergebrochen und den Teilnehmenden kompakt in kleinen Häppchen serviert werden. Digital liegt in der Kürze tatsächlich die Würze. Deswegen eignen sich auch besonders Präsentationen mit wenigen Folien. Vielmehr sollte der gemeinsame Austausch in den Vordergrund rücken, damit sich jede:r einklinken kann und die Veranstaltung alles andere als zäh wird. Vertiefende Infos und Hintergrundwissen können die Teilnehmenden vorab in den Workshop-Unterlagen zugeschickt bekommen oder im Nachgang als Handout erhalten.

3. Abwechslung in den Workshop einbauen

Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist im digitalen Raum gering. Um immer wieder den Fokus auf den Workshop zu lenken, sollte dieser so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden. Gamifikation-Elemente und visuelle Inhalte bieten sich besonders an, um die Motivation und Partizipation hoch zu halten. Hier mal eine Umfrage streuen, etwa über das Tool Mentimeter, dort mal einen kleinen Videobeitrag einbinden oder explizit die Teilnehmenden ansprechen, um ihre Meinung zu erfragen. Solche Dinge bieten sich an. 

4. Diskussionen anregen und zulassen

Auch zur Diskussion kann die Workshop-Leitung anregen und diese moderieren, indem sie etwa Vielredner bremst und schweigende Teilnehmende aktiv um ein Statement bittet. Eine Diskussion sorgt für jede Menge Interaktion, regt die Beteiligten zum Nachdenken an, aber auch dazu, neue Sichtweisen zu gewinnen. Das kann jeden Online-Workshop wertvoller gestalten, solange Diskussionen moderiert werden und nicht aus dem Ruder laufen.

5. Eisbrecher wohldosiert einbauen

Zur Auflockerung von Online-Workshops gibt es inzwischen jede Menge Eisbrecher-Methoden. Wer sie wohldosiert nutzt, kann damit das Teamgefühl unter den Beteiligten stärken, die Teilnehmenden zum Lachen bringen und Vertrauen innerhalb der Runde schaffen. Doch Vorsicht: Man braucht ein Gespür, in welcher Gruppe sich wann welcher Eisbrecher eignet. Denn diese treffen nicht jeden Geschmack. 

Hier eine kleine Auswahl an Eisbrecher-Methoden:

  • für die Vorstellungsrunde: Jede:r Beteiligte nennt nicht nur den Namen, sondern zugleich drei Adjektive, die ihn/sie bestmöglich beschreiben.
  • für den Auftakt: Kleine Speed-Dating-Runden zum Kennenlernen in Breakout-Rooms. Je zwei Teilnehmende tauschen sich für drei Minuten zum Kennenlernen aus, dann wird gewechselt.
  • während des Workshops: Auflockerungsübungen. Wenn die Energie nachlässt, können Dehn- und Streckübungen oder andere kleine Bewegungseinheiten wieder frischen Wind in die Runde bringen.
  • Antworten zeichnen: Die Beteiligten geben ihre Antworten auf eine Frage nicht verbal ab, sondern zeichnen diese auf und halten sie in die Webcam. Montagsmaler lässt grüßen.

6. Zwischenmenschliches ermöglichen

Online bleibt das Zwischenmenschliche auf der Strecke?! Das ist ein Vorurteil. Ob eine Freundschaftspflege via Facebook, ein böser Streit via Messenger oder Kennenlernen via Dating-Plattform: Zwischenmenschliches scheint auch online zu funktionieren, wenn man ihm den nötigen Raum bietet. Persönlicher Austausch ist in einem Online-Workshop deshalb das A und O. Kleine Geschichten erzählen, eigene Erfahrungen teilen, einen Plausch ermöglichen, gemeinsam Kaffeepause machen. Hier ist Kreativität gefragt.

7. Aktivieren und motivieren

Die Moderation eines Online-Workshops entscheidet stark über dessen Qualität. Für lebendige Online-Kurse braucht es eine lebendige aufgeweckte Moderation. Diese überträgt sich automatisch auf die Teilnehmenden. Wer andere ständig motiviert und aktiviert, kann sich sicher sein, dass die Veranstaltung kein Reinfall wird. Zu den guten Eigenschaften einer Workshop-Leitung gehört übrigens auch Humor. Denn damit schafft man Vertrauen und gewinnt Zugang zu allen, die den Termin besuchen. 

Brauchen Sie weitere Tipps, wie Sie einen Online-Workshop lebendig und interaktiv gestalten? Dann schauen Sie doch mal bei unseren Moderationstrainings vorbei.


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