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Resilienz stärken – krisenfest werden

10 Tipps für eine gesunde psychische Widerstandsfähigkeit

Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weiter geht’s: Das beschreibt ziemlich genau das, was man unter Resilienz versteht. Gerade während der Corona-Krise wird deutlich, dass sich die Menschen in zweierlei Lager spalten. Da gibt es die, denen die Einschränkungen überhaupt nichts auszumachen scheinen, die trotz Home-Schooling oder Kurzarbeit gut gelaunt und nicht gestresst sind – eben einfach das Beste aus der Situation machen. Und es gibt diejenigen, die während des Lockdowns beinahe durchgedreht sind, weil der Urlaub ins Wasser gefallen ist, die Kneipe an der Ecke geschlossen hatte, die Kinder zu Hause waren oder die ungewollt ins Home-Office geschickt wurden – die schlichtweg ein Problem damit haben, spontan und flexibel auf die Situation zu reagieren, die die eigenen Pläne durchkreuzt. 

Was die beiden Lager unterscheidet, ist die psychische Widerstandsfähigkeit: Resilienz. Sie wird oftmals auch seelisches Immunsystem genannt. Das Gute daran ist: Dieses Immunsystem lässt sich stärken. Resilienz entwickelt sich kontinuierlich. Mit unseren 10 Tipps können Sie Ihre Widerstandsfähigkeit trainieren und krisenfest werden. Denn vergessen Sie nicht: In jeder Krise steckt die Chance, gestärkt daraus hervor zu gehen.

1. Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl

In Krisen wird einem vor allem das vor Augen geführt, was man nicht kann. Man fühlt sich handlungsunfähig, wie ein Versager oder erlebt einen kompletten Kontrollverlust. Umso wichtiger ist es, das eigene Ego zu pushen. Resiliente Menschen verfügen über ein gesundes Selbstbewusstsein, das ihnen in der Krise hilft: Sie fokussieren sich nicht auf das, was sie nicht können oder was schief läuft, sondern auf das, was sie können. Diese Einstellung hilft ihnen dabei, Krisen zu meistern.

2. Opferrolle? Weg damit!

Warum muss das ausgerechnet mir passieren? Warum ausgerechnet jetzt? In einer Krise, egal ob es im Job, in der Familie oder in der Partnerschaft ist, begeben wir uns gerne in die Opferrolle. Dadurch geben wir unseren Teil der Verantwortung für die Situation einfach ab. Das ist bequem, hilft aber nicht weiter. Vielmehr heißt es, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, aus der Krise zu lernen und Situationen, die sich nicht ändern lassen, zu akzeptieren. 

3. Optimismus pflegen

Resilienz beinhaltet die Fähigkeit, das Positive in einer Krise erkennen zu können. Sie birgt immer die Chance, dass etwas besser wird als es davor war. Wer nur das Negative sieht, dem wird auch nur Negatives begegnen: selbsterfüllende Prophezeiung. Versuchen Sie also, sich auf die positiven Seiten einer Krise zu konzentrieren und pflegen Sie Ihren Optimismus.

4. Akzeptanz von Unvorhersehbarem

Dinge akzeptieren zu können, ist ein wesentliches Kernelement von Resilienz. Veränderungen und Unvorhersehbares sind Teile des Lebens. Wir müssen uns mit ihnen arrangieren, weil wir sie nicht immer beeinflussen können. Wer im Hier und Jetzt lebt, seine Gedanken nicht ständig um die Vergangenheit oder Zukunft kreisen lässt, dem fällt es leichter, die aktuelle Situation anzunehmen.

5. Öfter mal raus aus der Komfortzone

Mit Krisen tun wir uns schwer, weil sie uns aus unserer Komfortzone treiben. Allerdings entwickeln wir uns in der Komfortzone nicht weiter, sondern nur, wenn wir uns an deren Rand oder aus ihr heraus bewegen. Wer also öfter mal freiwillig aus seiner Komfortzone tritt, der bekommt Übung darin und bleibt gelassener, wenn die nächste Krise auftaucht.

6. Fokus auf Zielorientierung

Resiliente Menschen sind zielorientiert. Das hilft ihnen dabei, sich nicht so schnell aus der Bahn werfen zu lassen. Anstatt in der Krise in eine Opferrolle zu fallen oder zu grübeln, widmen sie sich einfach ihrem Ziel und arbeiten darauf hin. Dadurch geraten sie gar nicht erst in ein wirres Gedankenkarussell, das sich bei anderen in schwierigen Situationen oft zu drehen beginnt.

7. Emotionen und Impulse kontrollieren

In schlechten Zeiten lernt man andere am besten kennen. Warum? Weil wir in Krisen oft emotional und impulsiv handeln und unser wahres Ich zeigen. Das Gefühl von Angst, Machtlosigkeit und Handlungsunfähigkeit lassen uns leicht die Kontrolle über uns selbst verlieren. Damit das nicht passiert, lohnt es sich, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Mit etwas Selbstreflexion merkt man schnell, wie man wann reagiert. Jeder von uns hat bestimmte Verhaltensmuster. Wer sie kennt, kann sie umstricken. Genau da setzt Resilienz an: Mit ihr lässt sich die eigene Gefühlswelt steuern und regulieren.

8. Stabiles Netzwerk aufbauen

In Krisen kommt es auf ein stabiles Umfeld an. In Zeichen der Unsicherheit verleiht uns dieses Halt. Wir können unsere Sorgen mit anderen teilen, werden bestärkt und erfahren Rückhalt. Doch so ein Umfeld ist nicht nur im Privatleben Gold wert, sondern auch im beruflichen Umfeld. Resiliente Menschen können auf ein stabiles Netzwerk vertrauen, wenn sie ins Straucheln geraten. 

9. Mit Empathie punkten

Einfühlungsvermögen ist wichtig, vor allem in Krisen: Wie empfinden andere diese Krise? Warum reagieren sie so? Wer sich in andere hineinfühlen kann, erlebt weniger negative Überraschungen und bleibt emotional stabil. Mit Empathie gelingt es zudem leichter, das im vorherigen Punkt genannte Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Fühlen Sie sich also ein, in sich selbst und in andere. Das ist gut für Ihr seelisches Immunsystem.

10. Gesunde Work-Life-Balance schaffen

Wer nur für die Arbeit lebt, dem wird der Boden unter den Füßen weggerissen, wenn er in eine berufliche Krise stürzt, zum Beispiel gekündigt wird. Wer sich zu sehr auf sein Privatleben fokussiert, der fällt leicht in ein Loch, wenn es dort gerade kriselt. Wenn wir in einem Bereich eine Niederlage erleiden, brauchen wir einen anderen, aus dem wir Energie schöpfen können, um diese erfolgreich zu überstehen. Deshalb verfügen resiliente Menschen über eine gesunde Work-Life-Balance. Dank dieser werden sie nicht so schnell aus der Bahn geworfen, wenn es irgendwo gerade nicht rund läuft.

Puh, das mag auf den ersten Blick nach ganz schön viel aussehen, woran man für mehr Resilienz arbeiten muss. Doch es geht auch nicht darum, diese Fähigkeit als Teil des Selbstmanagements über Nacht zu lernen. Es ist ein Prozess, der zu mehr Zufriedenheit, innerer Balance und Stressresistenz führt. Und wenn Sie zweifeln, vergessen Sie nicht: Das Gute an einer Krise ist, dass sie zeitlich beschränkt ist. Keine Krise hält ewig an!


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