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Die 10 größten Stressfaktoren bei der Arbeit

Die 10 größten Stressfaktoren bei der Arbeit

Die Volkskrankheit Burnout kommt nicht von ungefähr. Stress macht krank! Immer häufiger klagen Arbeitnehmer über Erschöpfung und Müdigkeit. Für den Arbeitgeber ist es wichtig, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, bevor sich seine Angestellten ausgebrannt fühlen. Doch was stresst uns bei der Arbeit am meisten? In unserem Beitrag haben wir die 10 größten Stressfaktoren zusammengetragen und Wege, diese auszuräumen.

1. Sie warten und warten und warten

Erst haben Sie sich gefreut, dass Sie die Aufgabe so reibungslos und schnell gelöst haben. Jetzt warten Sie schon seit Tagen auf die Rückmeldung Ihres Vorgesetzten. Auf Feedback zu warten, ist ein Stressfaktor: Schließlich können Sie die Situation nicht beeinflussen. Warten schürt außerdem die Angst, mit Ihrem Zeitplan in Verzug zu geraten.

→ Um diesem Stressfaktor zu entgehen, sollten Sie von Anfang an einen Zeitpuffer einplanen, um am Ende mehr Luft für das Warten auf Rückmeldungen zu haben.

2. Auch das noch: Änderungen erwünscht!

Jetzt haben Sie so lange auf das Feedback warten müssen und dann das: Ihr Vorgesetzter wünscht sich inhaltliche Änderungen und zusätzliche Informationen in Ihrer Projektarbeit. Sie geraten unter Druck: Ihr gut durchdachter Zeitplan scheint nicht mehr aufzugehen.

→ Abhilfe schafft auch hier ein Zeitpuffer, den Sie bereits zu Beginn des Projektes einplanen.

3. Wenn der Kollege nervt …

Manche Arbeitskollegen sind ja ganz cool. Aber mit Sicherheit haben Sie auch jemanden im Team, der Ihnen tierisch auf die Nerven geht. Ja, Kollegen können zum Stressfaktor werden. Warum? Weil ganz verschiedene Charaktere bei der Arbeit aufeinander treffen. Das birgt ein gewisses Streitpotential.

→ Sie können die Nervensägen zwar nicht aus der Firma verbannen, aber Sie können lernen, sich auf das Team und die Eigenarten der Teammitglieder einzulassen. Wenn Sie das tun, können Sie absehen, wie die einzelnen Typen in bestimmten Situationen reagieren – und sind am Ende weniger gestresst.

4. Woher sollen Sie das denn wissen?

Schlechte Kommunikation im Unternehmen gehört zu den häufigsten Stressursachen. Wenn Ihnen keiner etwas sagt, können Sie letztendlich nur mutmaßen. Ergebnis: Aufgaben werden unpräzise verteilt, was Konflikte bei der Arbeit im Team fördert. Aufgabenstellungen sind unklar. Das führt zu Unzufriedenheit und Stress.

→ Wer will, dass gut kommuniziert wird, muss kommunizieren. Sprechen Sie andere auf die mangelnde Kommunikation und den schlechten Informationsaustausch an. Nur so können Sie diese Stressquelle aus der Welt schaffen.

5. Und wieder eine Unterbrechung

Die Kollegin streckt den Kopf ins Zimmer, reißt Sie mit ihrer Frage aus einem Gedankengang. Sobald sie weg ist, versuchen Sie da anzuknüpfen, wo Sie gerade aufgehört haben. Und dann bimmelt das Telefon. Wieder werden Sie bei der Arbeit unterbrochen. So geht das den ganzen Tag. Durch die Unterbrechungen kommen Sie nicht annähernd so gut voran, wie Sie sich das wünschen. Das stresst.

→ Um mehr Ruhe in Ihren Arbeitsalltag zu bekommen, hilft nur eins: Störquellen ausschalten und eindämmen, wo es nur geht. Erfordert eine Aufgabe maximale Konzentration, stellen Sie das Telefon in der Zeit auf einen Kollegen um. Wollen Sie von Kollegen nicht gestört werden, hängen Sie einen Zettel an die Tür: “Bitte nicht stören. Bin um XY Uhr wieder für euch da.”

6. Keine Zeit für eine Pause

Der Gesetzgeber schreibt Arbeitspausen zwar vor. Die Realität sieht häufig jedoch anders aus. Die Arbeitsverdichtung ist in vielen Firmen so stark, dass Pausen unregelmäßig eingelegt werden oder ganz auf der Strecke bleiben. Gesund ist das nicht. Wer ständig unter Strom steht und sich keine Pause gönnt, fühlt sich schnell gestresst und ausgepowert.

→ Räumen Sie sich Pausen ein. Gegen die gesetzlich verankerten Arbeitspausen kann niemand etwas sagen. Nutzen Sie die Zeit, um an die frische Luft zu gehen, in Ruhe zu essen und vielleicht für einen kleinen Spaziergang. Das lädt die Energiespeicher wieder auf.

7. Immer diese Ansprüche

Ansprüche sind gut und wichtig – vorausgesetzt sie sind nicht zu hoch. Erwartet der Chef zu viel, erhöht das den Leistungsdruck. Die Konsequenz: Der Druck schränkt Ihre Produktivität ein. Erwarten Sie im Umkehrschluss zu viel von sich selbst, hat das denselben Effekt: Sie setzen sich unter Druck und bekommen Angst zu versagen.

→ Ausweg aus diesem Stressmacher: Reden Sie mit Ihrem Chef, wenn seine Ansprüche zu hoch sind. Wenn Sie sich selbst den Stress machen: Versuchen Sie Ihren Hang zum Perfektionismus einzudämmen.

8. Hier mal ein Stündchen länger und da

Jeder kennt sie, jeder macht sie: Überstunden. Halten sie sich in der Waage und können abgefeiert werden, ist gegen sie auch nichts einzuwenden. Manche Aufgaben müssen einfach zu einer gewissen Zeit erledigt werden. Wenn die Überstunden allerdings fester Teil des Arbeitsalltags sind, jeden Tag ein Stündchen oder mehr an die reguläre Arbeitszeit dran gehängt wird, dann bedeutet das Stress.

→ Machen Sie Ihren Vorgesetzten auf die Situation aufmerksam. Sagen Sie ihm, dass Ihr Arbeitspensum nicht in der regulären Arbeitszeit zu bewältigen ist, und bitten Sie um Unterstützung.

9. Wenn nie Ruhe herrscht ...

Lärm macht krank. Und Lärm stresst. Davon können all diejenigen ein Lied singen, die jeden Tag bei der Arbeit lauten Maschinen ausgesetzt sind, bei denen im Büro das Telefon nie still steht und die geschwätzige Kollegen haben. Lärm ist eine Belastung, vor allem dann, wenn man konzentriert arbeiten will.

→ Als Gegenmaßnahme hilft nur eins: Verschaffen Sie sich Ruhe, soweit es geht. Nutzen Sie Schränke als Raumteiler und Schallschlucker zwischen den Arbeitsplätzen. Stellen Sie Schreibtische versetzt auf. Verbannen Sie den Drucker aus dem Büro. Und scheuen Sie sich nicht davor, Ihren Kollegen mitzuteilen, wenn Sie Ihre Ruhe brauchen.

10. Nie wirklich Feierabend

Die ständige Erreichbarkeit, die von vielen Angestellten gefordert wird, gehört zu den größten Stressfaktoren. Wer auch nach Feierabend noch Aufgaben zu erledigen hat oder permanent übers Handy erreichbar sein muss, kann irgendwann nicht mehr abschalten. Das Privatleben leidet unter der permanenten Erreichbarkeit und das macht unzufrieden.

→ Der Weg da raus ist ganz einfach: Das Diensthandy hat nach Feierabend Sendepause. Sie checken keine dienstlichen Mails mehr und kümmern sich auch sonst um nichts, was mit der Firma zu tun hat. Machen Sie Feierabend.

Seminare zum richtigen Umgang mit Stress und zur Burnout-Prävention finden Sie hier.


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