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Trends in der Weiterbildungsindustrie

Digitalisierung, Globalisierung und Individualisierung erobern die Branche

Einen rasanten Wandel erlebt das Arbeitsleben. Die zunehmende Digitalisierung macht sich in allen Branchen bemerkbar. Die Corona-Pandemie hat nicht zuletzt dazu beigetragen, die Transformation zu beschleunigen. Doch wie steht es eigentlich um die Weiterbildungsbranche? Welche Trends zeichnen sich global ab? Wie wird das Lernen der Zukunft aussehen? Darauf wollen wir in diesem Beitrag eingehen.

Covid-19 und der dadurch in vielen Ländern ausgelöste Lockdown haben auch in der Weiterbildungsbranche ihre Spuren hinterlassen. Folgende Auswirkungen sind international in der Branche zu beobachten:

  • Es gibt einen gestiegenen Bedarf nach Onlinekursen/Fernlehrgängen
  • Präsenzseminare erlebten durch den Lockdown einen Rückgang
  • Viele Regierungen haben Initiativen ergriffen und Programme initiiert, um berufliche Weiterbildung zu fördern
  • Das Weiterbildungsgeschäft verlagert sich vom Bereich B2B hin zu B2C, das heißt Seminaranfragen und -buchungen kommen verstärkt vom Weiterbildungsinteressenten selbst und weniger von Unternehmen

Dennoch ist die Weiterbildungsindustrie eine Industrie der Zukunft. Es lassen sich drei zukunftsweisende Trends beobachten, auf die wir genauer eingehen.

  1. Digitalisierung
  2. Globalisierung
  3. Personalisierung

Trend 1: Digitalisierung

Weiterbildung wird digitaler. Im Vergleich zur Content-Branche, in der der digitale Anteil bereits 30% ausmacht, liegt die Weiterbildungsbranche zwar mit derzeit rund 3% noch weit zurück. Aber auch hier nimmt die Digitalisierung stetig zu. So soll sich der digitale Anteil bis 2025 auf 5% erhöhen – Tendenz steigend. Covid-19 hat dazu beigetragen, dass sich Weiterbildungsanbieter verstärkt mit digitalen Alternativen zu Präsenzunterricht auseinandersetzen mussten und daran nun ergänzend festhalten. 

Erinnern Sie sich vielleicht noch an MOOCs? Diese Online-Kurse mit großen Teilnehmerzahlen waren vor vier, fünf Jahren sehr gefragt. Der Corona-Pandemie ist geschuldet, dass sie sich nun erneut auf Wachstumskurs begeben und wieder verstärkt nachgefragt werden. 

Darüber hinaus gewinnen klassische Online-Trainings zunehmend an Bedeutung. Lernplattformen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Besonders gefragt sind Micro-Learnings: das häppchenweise Aneignen von neuem Wissen – nämlich dann, wenn gerade akuter Bedarf besteht. Auch Lern-Apps kommen stetig neu auf den Markt, die ein Lernen von überall und jederzeit ermöglichen. Absolute Mobilität für Weiterbildung.

Man könnte jetzt meinen, dass mit dieser Entwicklung Trainern und Coaches schlechte Zeiten bevorstehen. Dass sie von Computern und Maschinen ersetzt werden. Aber dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil: In Zukunft wird die Bildungs- und Weiterbildungsbranche weit mehr Lehrer brauchen als heute. Und das liegt nicht nur am Bevölkerungswachstum. “50% aller Jobs werden durch die Digitalisierung verschwinden”, erläutert Mattias Säker, COO der Educations Media Group, der kursfinder.de angehört. Man habe keinen Job mehr für ein ganzes Leben. “Das macht Reskilling nötig”, fährt er fort und ergänzt: “Die Jobs, die nicht verschwinden, verändern sich, so dass Upskilling notwendig wird.” Die Weiterbildungsindustrie sei somit ganz klar eine Industrie der Zukunft.

Trend 2: Globalisierung

Der zweite Trend, der sich in der Weiterbildungsindustrie beobachten lässt, ist eine zunehmende Globalisierung. Firmensitze werden teils ins Ausland verlagert. Unternehmen haben Mitarbeiter in Indien, Rumänien oder sonst wo auf der Welt sitzen. Das Thema Home-Office ist präsenter denn eh und je. Die Bereitschaft, für einen Job ins Ausland zu ziehen, mehr denn je vorhanden. Das macht sich natürlich sowohl im Bereich Bildung als auch im Bereich Weiterbildung bemerkbar. Allein heute gibt es 5 Millionen internationale Studenten, bis 2030 sollen es sogar 7 Millionen sein. Weiterbildungen müssen demnach global möglich sein. Der Trend zur Digitalisierung, der ein zeit- und ortsunabhängiges Weiterbilden ermöglicht, spielt der Globalisierung in die Hände.

Trend 3: Personalisierung

Mehr Online-Seminare bedeutet automatisch, dass damit mehr Daten von einzelnen Seminarteilnehmern gesammelt werden. “So können Trainings personalisierter gemacht werden”, erklärt COO Mattias Säker. Je personalisierter und individueller eine Weiterbildung ist, desto größer ist der Nutzen, den ein Seminarteilnehmer daraus ziehen kann. 

Mit dem ersten Trend der Digitalisierung gehen in der Weiterbildungsindustrie automatisch die Trends Globalisierung und Personalisierung einher. Es gibt jedoch einen weiteren Trend, wenn man einen Blick auf die Verantwortlichkeit von Personalentwicklung wirft. Lange Zeit war es Gang und Gäbe, dass das Unternehmen für den Bereich Weiterbildung der Mitarbeiter verantwortlich zeichnete. Kurzum: Man wurde vom Chef gefragt, ob man nicht Weiterbildung XY besuchen möchte. Hier hat sich das Blatt gewendet: Wer sich weiterentwickeln möchte, muss Eigeninitiative ergreifen. Interessiert man sich für einen bestimmten Bereich oder hat man das Gefühl, dass einem für die Arbeit noch Know-how fehlt, muss man auf den Chef zugehen und fragen, ob man in dem Bereich eine Weiterbildung besuchen darf. “Wichtig ist, dass die Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit dazu einräumen”, so Säker. Unternehmen müssten eine Lernkultur entwickeln. Ihnen sollte etwas am Wachstum ihrer Mitarbeiter liegen und diese bei der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung unterstützen.


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