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Habe ich’s wirklich drauf? Zur Versagensangst im Job

Die Furcht vor dem Scheitern in den Griff bekommen

Herr Kohl sitzt da und wartet auf das Gespräch mit dem Chef, in dem es um seine weitere Entwicklung bei seinem Arbeitgeber gehen wird und bekommt schon jetzt Herzrasen und schweißnasse Hände. Frau Kraus strebt einen Positionswechsel an, sagt aber das Angebot lieber ab, weil ihr bereits beim Gedanken daran übel wird. 

Können Sie sich mit diesen Charakteren identifizieren? Versagensängste sind im Berufsleben für viele ein ständiger Begleiter. Oftmals bedeuten diese Ängste gar, dass man sich nicht weiterentwickeln oder sogar gekündigt werden kann, wenn man seine Arbeit nicht mehr ausüben kann. Wir zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie aus Ihrer Versagensangst herauskommen.

Hintergrund der Angst

Ängste haben zu Urzeiten eine wichtige Funktion erfüllt: Überleben und auf der Hut sein, sobald Gefahr eintritt. Ängste haben also primär körperlichen Reaktionen gedient, sodass man bereit war, jederzeit vor der Gefahr wegzulaufen. Angstreaktionen haben in diesem Zustand physisch aufreibende Prozesse in Sachen Atmung, Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Kreislauf ausgelöst, die auch heute noch in jedem Menschen verankert sind, treten Ängste bei ihm auf. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt, alle Aktionen verlaufen jetzt reflexhaft, man handelt instinktiv.

Bei der Versagensangst sieht es ähnlich aus. Auch hier fährt der Körper bestimmte Prozesse hoch, da er weiß, dass Gefahr für ihn in Verzug ist und er auf diese sofort reagieren muss. Dies äußert sich etwa in:

  • Schweißausbrüchen
  • Herzrasen
  • kalten und/oder schwitzigen Händen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Störungen der Atmung
  • Anspannung
  • psychischen Leiden

Versagensangst geht mit dem Denken einher, dass Fehler Katastrophen herbeiführen oder einen als Versager dastehen lassen. Oftmals ist dies gekoppelt mit dem Bild, primär andere zu enttäuschen. Ein geringes Selbstwertgefühl und -bewusstsein ist ein tragender Pfeiler bei Verlustängsten. Denn die Angst, es anderen nicht recht machen zu können und als inkompetent oder Nichtsnutz dazustehen, speist sich aus dem Gefühl,

  • andere zu enttäuschen,
  • den Erwartungen der Gesellschaft nicht zu genügen,
  • sich selbst nicht mehr wertschätzen zu können
  • und wichtige Beziehungen zu ruinieren.

Raus aus dem Gedankenkarussell

Worauf Ihre Versagensangst im Einzelnen basiert, ist ein erster wichtiger Schritt, um aus dem Gedankenkarussell herauszukommen. Angst spielt sich in den meisten Fällen in unserem Kopf ab und kann mit positiven Gedanken und Bewertungen auch in die andere Richtung gesteuert werden. Übernimmt nämlich die Angst zu sehr die Kontrolle über unser Denken, sind wir buchstäblich gelähmt vor Angst. Unsere Konzentration lässt nach oder wir erleben gar einen Blackout. Wir sind nicht mehr handlungsfähig und legen erst recht die Performance ab, die wir befürchtet haben. Daher ist es ratsam, am Mindset zu arbeiten. Hier einige Tipps:

  • Machen Sie sich vorab Gedanken über die tatsächlichen Auswirkungen Ihres Versagens: Zerbricht die Beziehung wirklich, wenn Sie scheitern? Verlieren Sie die Anerkennung Ihrer Kollegen, wenn die Präsentation nur mittelmäßig läuft? Kriegen Sie wirklich nie mehr eine Anstellung, wenn ein Bewerbungsgespräch schlecht lief? Wenn wir uns der Folgen bewusst werden, ist uns schon viel geholfen, mit der Versagensangst umzugehen.
  • Sprechen Sie über Ihre Ängste! Uns tut es gut, uns mit anderen auszutauschen. Dabei reflektieren wir unseren eigenen Gemütszustand und sehen Dinge bereits in diesem Stadium in einem anderen Licht. Hinzu kommt das Feedback Ihres Gegenübers, das weitestgehend unvoreingenommen auf Ihre Ängste eingehen und Ihnen Perspektiven aufzeigen kann, wie Ihre Angst zu bewerten ist.
  • Benötigen Sie tiefergehende Hilfe, können Gespräche mit einem Therapeuten Wunder bewirken. 
  • Akzeptieren Sie, dass Sie Ängste haben. Wer die Angst an sich ebenfalls ängstlich oder gar mit Vermeidung betrachtet, misst dieser noch mehr Bedeutung bei, als ohnehin schon vorhanden ist.
  • Nehmen Sie die Sache mutig in die Hand! Zugegeben, dieser Tipp ist schon etwas für Fortgeschrittene, aber die Angst vor einer Sache resultiert meist daraus, dass man vor lauter Gedankenmacherei nicht zur eigentlichen Handlung kommt. Hierbei kann helfen:
  • Bereits bekannt: Machen Sie sich klar, welche Konsequenzen Ihr Handeln hat.
  • Schreiben Sie auf, auf welche Erfolgserlebnisse Sie zurückblicken können. In Zeiten der Versagensangst können diese Zeilen wie ein Motivationsboost wirken!
  • Wer hier weitergehen möchte, kann auch ein Erfolgstagebuch schreiben. Damit visualisieren Sie Ihre Erfolge regelmäßig, haben diese schwarz auf weiß vor sich liegen und steigern damit nach und nach Ihr Selbstbewusstsein.
  • Nutzen Sie bestimmte Techniken zur Entspannung. Das kann etwa die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sein, aber auch Traumreisen, Sport oder Yoga und Meditation. Damit stärken Sie Ihre innere Mitte und Ihr inneres Gleichgewicht.

Unsere Kurse im Bereich Stressmanagement, Achtsamkeit und Psychologie sind ebenfalls gute Anlaufstellen zur Bewältigung von Ängsten.


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