Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Diese 5 Tipps erleichtern die R√ľckkehr in den Job

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch nach l√§ngerer beruflicher Pause, die einer besonderen Lebensphase gewidmet ist: der Familiengr√ľndung. Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist nicht nur eine Umstellung, sondern vor allem eine Herausforderung. Einerseits f√§llt es schwer, die Kinderbetreuung nun ein st√ľckweit aus den H√§nden geben zu m√ľssen. Andererseits ist es alles andere als leicht, sich nach der Auszeit auf die Arbeit zu konzentrieren und sich im Arbeitsalltag, der sich w√§hrend der Abwesenheit oft ver√§ndert hat, wieder zurechtzufinden. Es hat sich schlie√ülich nicht nur der eigene Fokus ge√§ndert, auch im Unternehmen haben sich die Uhren weitergedreht. Wie gelingt der Wiedereinstieg nach der Elternzeit am besten? Wir haben f√ľr Sie 5 Tipps zusammengestellt, um Ihnen die R√ľckkehr zu erleichtern.

1. Machen Sie sich mit Ihren Rechten vertraut

Wissen Sie, welche Rechte Sie haben? Sie haben nicht nur einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit, um Ihr Kind zu betreuen und zu erziehen, Sie haben auch einen Anspruch auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz nach Ihrer R√ľckkehr. W√§hrend der Elternzeit ist das Arbeitsverh√§ltnis nicht beendet, es ruht lediglich. Das hei√üt, Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen Wiedereinstieg danach. 

W√§hrend Sie in Elternzeit sind, genie√üen Sie besonderen K√ľndigungsschutz: Sie k√∂nnen Ihren Job nicht verlieren. Aber Vorsicht! Erwarten Sie nicht, dass Sie nach Ihrer R√ľckkehr Ihren alten Arbeitsplatz wieder besetzen. Das ist oftmals gar nicht m√∂glich. Sie haben jedoch Anspruch auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Das hei√üt, der neue Arbeitsplatz darf Sie nicht schlechter stellen. Die wesentlichen Punkt m√ľssen dem entsprechen, was in Ihrem Arbeitsvertrag geregelt ist. Das hei√üt: Ihr Gehalt darf nicht weniger, Ihre Arbeitszeit und Ihr Arbeitsort nicht wesentlich anders sein.

Sie m√ľssen sich √ľbrigens nicht ganz aus dem Berufsleben verabschieden, um sich in der Elternzeit der Kinderbetreuung zu widmen. Sie d√ľrfen w√§hrenddessen bis zu 30 Stunden die Woche in Teilzeit arbeiten. Gehalt und Elterngeld werden dann miteinander verrechnet. Diese M√∂glichkeit bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Sie bleiben trotz Elternzeit im Thema drin, verlieren nicht den Anschluss und haben nur geringe finanzielle Einbu√üen.

2. Planen Sie Ihren Wiedereinstieg fr√ľhzeitig

Zugegeben: In der Zeit von Schwangerschaft und Mutterschutz hat man vieles im Kopf. Der Gedanke, wie man sich das Arbeitsleben nach der Elternzeit vorstellt, ist im Schwangerschaftsendspurt wohl nicht der naheliegendste. Allerdings sollte man seinen Wiedereinstieg fr√ľhzeitig planen ‚Äď nicht erst, wenn es soweit ist. Sp√§testens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit muss der Antrag daf√ľr abgegeben werden. √úberlegen Sie sich also, wann Sie in den Job zur√ľckkehren wollen. Und machen Sie sich Gedanken, wie Sie sich die R√ľckkehr vorstellen. Wollen Sie Vollzeit arbeiten oder Ihr Stundenpensum reduzieren? Wollen Sie √ľberhaupt zu Ihrem Arbeitgeber zur√ľck oder die Elternzeit zur beruflichen Neuorientierung oder gar ein Fernstudium nutzen? Setzen Sie sich rechtzeitig mit diesen Fragen auseinander und unternehmen Sie zeitnah die notwendigen Schritte.

3. Bleiben Sie in Kontakt

Aus den Augen, aus dem Sinn. So verh√§lt es sich h√§ufig, wenn Mitarbeiter in Elternzeit gehen. Umso wichtiger ist es f√ľr Sie, dann den Kontakt zu den Kollegen und dem Arbeitgeber aufrecht zu erhalten. Das hat enorme Vorteile f√ľr den Wiedereinstieg: Sie verlieren nicht den Anschluss, sondern bleiben Teil des Teams und bekommen Ver√§nderungen unmittelbar mit. Schauen Sie doch einfach hin und wieder in der Firma vorbei oder nutzen Sie die M√∂glichkeit, online an wichtigen Meetings teilzunehmen. Damit zeigen Sie Pr√§senz und signalisieren, dass sich Ihre Welt nicht ausschlie√ülich um die Kinderbetreuung dreht. Davon k√∂nnen Sie bei Ihrer R√ľckkehr nur profitieren. 

4. Sprechen Sie offen √ľber Ihre Vorstellungen

Wenn Sie Ihren Antrag auf Elternzeit abgeben, m√ľssen Sie zwar noch nicht die konkreten Bedingungen f√ľr die Zeit danach festgelegt haben. Es lohnt sich aber, sich zeitnah dar√ľber Gedanken zu machen ‚Äď und Ihren Arbeitgeber miteinzubeziehen. Wie stellen Sie sich die Zeit danach vor? Machen Sie Ihrem Chef Vorschl√§ge und h√∂ren Sie sich im Gegenzug an, welche Ideen er f√ľr Ihre R√ľckkehr hat. Je offener der Austausch ist, desto mehr Planungssicherheit haben beide Seiten. Schlie√ülich sollte Ihnen beiden etwas daran liegen, das Arbeitsverh√§ltnis im Anschluss zu beider Zufriedenheit fortzuf√ľhren. Wenn Ihre Vorstellungen sich nicht mit denen des Arbeitgebers decken, bleibt Ihnen nicht viel anderes √ľbrig, als die Elternzeit zu nutzen, um sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen oder sich vielleicht beruflich v√∂llig neu zu orientieren.

5. K√ľmmern Sie sich fr√ľhzeitig um die Kinderbetreuung

Kitapl√§tze sind rar. Will man sein Kind beim Wiedereinstieg in den Job in besten H√§nden wissen, sollte man fr√ľhzeitig dar√ľber nachdenken, welche M√∂glichkeiten der Kinderbetreuung in Frage kommen. Besteht eine Betreuungsm√∂glichkeit in der Familie, etwa durch die Gro√üeltern? W√§re ein Aupair eine Option? Soll es eine Tagesmutter sein? Kommt f√ľr Sie nur eine Home-Office-L√∂sung in Betracht, um sich selbst um Ihr Kind k√ľmmern zu k√∂nnen? Oder brauchen Sie einen Krippenplatz? Machen Sie sich dar√ľber Gedanken, welche Option am besten zur Ihrer Lebenssituation passt. Vielleicht kommt f√ľr Sie ja ein Kinderbetreuungszuschuss vom Arbeitgeber in Frage. Auch das sollten Sie rechtzeitig kl√§ren.

Der Wiedereinstieg in den Job nach l√§ngerer Elternzeit-Pause ist eine Herausforderung. An die neue Doppelrolle muss man sich schlie√ülich erst einmal gew√∂hnen. Doch mit einer fr√ľhzeitigen Planung und Offenheit gelingt Ihnen ein sanftes Comeback ohne b√∂se √úberraschungen. Vorbereitung ist alles.

#Autor#
Vanessa Schäfer
Head of Content

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