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Wiedereinstieg - Planung ist die halbe Miete


Der Wiedereinstieg sollte sorgfältig durchdacht sein

Ist man eine Zeit lang nicht mehr in der Arbeitswelt gewesen, rechnen sich viele schlechte Chancen ein, wieder Fuß zu fassen. Das muss aber nicht sein, denn Planung, Beratung und Weiterbildung bieten eine gute Basis für den Wiedereinstieg.

Von Manuela Lembeck

Viele Menschen, die einmal eine berufliche Auszeit genommen haben, fürchten sich davor, den Sprung zurück in die Arbeitswelt zu wagen. Manche wählten die Pause freiwillig, sei es durch Familienplanung oder einen längeren Auslandsaufenthalt. Andere verloren ihren Arbeitsplatz, fielen vielleicht durch eigene Krankheit oder Pflege von Angehörigen aus.

Dennoch, sie alle haben einen gemeinsamen Wunsch: den erfolgreichen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.

Planung ist die halbe MietePläne erstellen: Was kann ich, was will ich, wann will ich

Es gibt viele Hürden, die es zunächst zu überwinden gilt. Hat sich mein Berufsbild verändert? Bin ich auf dem neuesten Wissensstand auf meinem Gebiet? Wie kann ich meinen Berufswunsch mit dem Privatleben vereinen?

Arbeitnehmer, die sich nur über einen kürzeren, definierten Zeitraum aus der Arbeitswelt zurückziehen (z.B. Frauen, die Elternzeit in Anspruch nehmen), können die Möglichkeit nutzen, im Vorfeld ihre Pläne dem Arbeitgeber mitzuteilen und die Rückkehroptionen in den Beruf zu besprechen. Für diejenigen, die mehrere Jahre nicht berufstätig gewesen waren und den Kontakt zu ihrem alten Arbeitsplatz verloren haben, gilt, sich ausreichend Zeit für eine gründliche Planung zu nehmen.

Zunächst sollte man bedenken, wie man seine erlernten Fähigkeiten nutzen kann und wie man diese auf den neuesten Stand bringt. Wichtig ist auch, sich im Klaren darüber zu werden, ob sich das Privat- bzw. Familienleben mit einer Vollzeit- oder besser einer Teilzeitstelle vereinen lässt. Dazu zählt, nötige Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu bedenken, falls ein flexibles Arbeitszeitenmodell beim potentiellen Arbeitgeber nur bedingt möglich ist. Vorbereitet sollte man auch auf die Frage nach der Mobilität und der Wahl des Arbeitsortes sein. Bringt man eine gewisse Flexibilität mit, so erhöht man womöglich seine Chancen. Nicht zuletzt sollte man sich eine angemessene Lohnvorstellung überlegen, um seine Existenz und Zukunft zu sichern.

Letztlich ist die Erstellung dieses Plans ein Prozess, der alle Aspekte des beruflichen und privaten Lebens verknüpfen soll. Viele scheuen sich vor dieser anspruchsvollen Aufgabe, die man aber keineswegs alleine bewältigen muss.

Professionelle Beratung und Networking

Mittlerweile gibt es in Deutschland viele Anlaufstellen für Berufs-Wiedereinsteiger, darunter beispielsweise das Bundesfamilienministerium oder die Bundesagentur für Arbeit. Angeboten wird unter anderem ein sogenanntes Arbeitsmarkt-Coaching, bei dem die individuelle Beratung im Vordergrund steht. Auf Wunsch kann man ein Bewerbungscoaching absolvieren, um nicht nur das schriftliche, sondern auch das persönliches Auftreten zu optimieren. Insbesondere für Frauen, welche die Familienplanung abgeschlossen haben und nun Karriere und Familie vereinen wollen, gibt es spezielle Unterstützung, beispielsweise bei der Suche geeigneter Kinderbetreuungsmöglichkeiten und der Auswahl familienfreundlicher Unternehmen.

Darüber hinaus werden auch Informationen zu branchenbezogenen Ausstellungen oder Tagungen vermittelt. Der Besuch solcher Veranstaltungen lohnt sich nicht nur deshalb, um wichtige Kontakte zu knüpfen, eine vorteilhafte Mitgliedschaft eines Vereins oder Netzwerks zu erwerben oder zu pflegen. Im persönlichen Gespräch mit anderen erhält man auch eine realistische Einschätzung der fachlichen Qualifikation und der aktuellen Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Dies motiviert vielleicht, weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen, um seine Chancen eines erfolgreichen Wiedereinstiegs zu erhöhen.

Weiterbildung öffnet neue Türen

Nach jahrelanger Abwesenheit in der Firma fürchten sich viele davor, nicht mehr auf dem neuesten Stand zu sein und weit hinter den Kollegen zurück zu liegen. Daher empfiehlt sich ein Weiterbildungskurs im bisherigen oder zukünftigen Berufsfeld, welcher nicht nur das Selbstbewusstsein auffrischt, sondern bei der Bewerbung ein klares Signal setzt: Man ist lernbereit und möchte arbeiten. Das Bundesinstitut für Berufsbildung bietet nach einer Beratung durch die Agentur für Arbeit auch Informationen zur finanziellen Unterstützung von Weiterbildungsmaßnahmen.

In jedem Fall bieten sich individuelle Modelle an, beispielsweise in Form eines längeren Auslandspraktikums oder doch einen kurzen, aber intensiven Fernkurs. Weiterbildungskurse stellen generell eine gute Vorbereitung auf die Berufsrückkehr dar. Zeitpläne und Fristen müssen eingehalten werden. Gleichzeitig muss man sich an den Umgang mit Druck und die gemeinsame Arbeit im Team gewöhnen. Viele mögen darin nicht nur eine Verbesserungschance der eigenen Qualifizierung zu sehen, sondern auch eine Gelegenheit zur interdisziplinären Weiterbildung. In naher Zukunft sind es vielleicht gerade diese Fähigkeiten, die sich am europäischen Arbeitsmarkt bezahlt machen.

Fazit:

Die Chancen für einen erfolgreichen Wiedereinstieg erhöhen sich mit der konkreten Planung, die Berufswunsch und Privatleben vereinen sollte und durch professionelle Beratung erleichtert wird. Weiterbildungsmaßnahmen und soziale Netzwerke sind dabei wichtige Meilensteine, die wesentlich zum Erfolg beitragen.


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