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Working out loud

Working out loud: Mit Netzwerk zum Ziel

WOL-Erfolgsformel: Mehr Offenheit, mehr Austausch, mehr Selbstorganisation

Wissen ist Macht – dieser Gedanke herrschte lange in der Arbeitswelt: sich durch das eigene Wissen im Unternehmen unverzichtbar machen. In der Arbeitswelt 4.0 sieht es etwas anders aus: Unternehmen wissen, dass ihr Erfolg maßgeblich von Vernetzung abhängt. Digitalisierung, Transformation, neue, bislang nie dagewesene Herausforderungen, agile Arbeitsweisen, maximale Flexibilität – all das lässt sich mit Einzelkämpfern kaum stemmen. Wissenstransfer heißt das Zauberwort, oder anders ausgedrückt: Wissen teilen ist Macht. Hier setzt Working out loud (WOL) an, eine Methode des Wissensaustauschs, die agiles Arbeiten unterstützt.

Was ist Working out loud?

Der Begriff ist erstmals 2010 in einem Blog-Artikel von Bryce Williams aufgetaucht. Er propagierte dafür, Wissen und die eigene Arbeit sichtbar zu machen. Doch nicht etwa, um zu zeigen, wie toll man ist und was man alles leistet, sondern viel mehr, damit andere davon lernen können. Den Gedanken einer transparenten wertschätzenden Zusammenarbeit über Abteilungs-, Länder-, ja gar Unternehmensgrenzen hinweg dachte John Stepper schließlich weiter: Er entwickelte Circle Guides, die Hilfestellung zu einer wertschätzenden Zusammenarbeit, zum Teilen von Wissen, gelungener Kommunikation und vernetztem Arbeiten bieten. Das WOL nach John Stepper setzt auf 5 Prinzipien:

  • Beziehungen (Relationships)
  • Großzügigkeit (Generosity)
  • Zielgerichtetes Verhalten (Purposeful Discovery)
  • Sichtbare Arbeit (Visible Work)
  • Wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset)

Wie sieht das in der Praxis aus? 

Working out loud setzt auf selbstorganisiertes Lernen in Circlen. Jede:r setzt sich ein individuelles Lernziel, sucht sich Menschen, die irgendwie mit diesem Lernziel in Verbindung stehen, nimmt zu diesen Kontakt auf und überlegt sich, was er oder sie selbst für den/die andere:n tun kann. In Zirkeln von vier bis fünf Leuten treffen sich die Teilnehmer:innen dann 12 Wochen lang für je eine Stunde, um das anfangs gesteckte Ziel mit Hilfe des Netzwerks zu erreichen. WOL setzt somit auf Beziehungen, Austausch, proaktives Geben von Informationen und Wissen sowie Sichtbarmachen der eigenen Tätigkeit.

Die Ziele von Working out loud

Die WOL-Methode motiviert dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen und die Scheuklappen abzulegen. Durch die Vernetzung und den Austausch mit anderen lassen die Teilnehmer:innen ihr Fixed Mindset hinter sich. Das Silodenken, das in vielen Unternehmen und Abteilungen herrscht, wird reduziert und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit gefördert.

Vorteile für die Teilnehmer:innen

Working out loud ist für viele nicht nur eine agile Methode, sondern eine Lebenseinstellung. Denn letztendlich profitieren alle Beteiligte davon. So wird das Netzwerk an persönlichen Kontakten gepflegt und weiter aufgebaut. Auch die Zusammenarbeit unter Kolleg:innen wird durch WOL deutlich verbessert. Knowledge Sharing hilft beim Erwerb neuen Wissens und neuer Kompetenzen, es ermutigt, andere zu unterstützen und Wege für Lösungen einzuschlagen, die man bei formalen Methoden weniger geht.

In jungen Unternehmen gewinnt Working out loud an Bedeutung. Dort, wo die Hierarchien flach, die Wege kurz und die Arbeitsweisen nicht konventionell geprägt sind. “Wissen ist Macht” funktioniert in der Arbeitswelt 4.0 schließlich zunehmend weniger. Der Erfolg von Unternehmen nimmt mit einer vernetzten, offenen und selbstorganisierten Arbeitsweise der Mitarbeitenden zu: Wissen teilen ist die neue Macht.


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