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Zwei-Pizza-Regel für effizientere Meetings

Weniger Meeting-Teilnehmer versprechen bessere Resultate

Viele Köche verderben den Brei. Das besagt nicht nur ein altes deutsches Sprichwort. Der Meinung ist auch Amazon-Gründer Jeff Bezos. Bei dem Internet-Riesen gilt in Meetings die sogenannte Zwei-Pizza-Regel für besseres Zeitmanagement und mehr Produktivität. Pizza? Meeting? Hört sich das gut an? Wir verraten Ihnen, was Pizzen mit einer effektiven Meeting-Kultur zu tun haben.

Sie sind in vielen Unternehmen ein absoluter Zeitfresser: Meetings. Meetings sind hip, in vielen Fällen aber nicht sonderlich effizient. Selbstdarstellern bieten sie eine ideale Bühne, Introvertierten die Gelegenheit, sich in ihr Schneckenhaus zurückzuziehen. So schlagen viele Angestellte in Meetings kostbare Arbeitszeit tot und sind hinterher genauso schlau wie zuvor. Doch woran liegt das? Kurzum: an der Anzahl und der Zusammensetzung der Teilnehmer. 

Viele Teilnehmer, viele verschiedene Meinungen

Jeff Bezos hat schon früh erkannt: Je mehr Mitarbeiter an einer Besprechung teilnehmen, desto mehr stehen sie guten Lösungen im Weg. Vieles wird zerredet, anderes gar nicht erst zu Gehör gebracht. Viele Teilnehmer bergen ein höheres Konfliktpotential und erhöhen das Risiko der Misskommunikation. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter kommen aus der Besprechung und denken sich “Hätte ich mir auch schenken können.” Der Amazon-Gründer setzt deshalb auf die Zwei-Pizza-Regel. Das heißt jedoch nicht etwa, dass in Meetings mindestens zwei Pizzen verdrückt werden müssen, damit die Ergebnisse nachhaltig sind. Vielmehr ist das metaphorisch gemeint: “Lade zu Meetings nur so viele Teilnehmer ein, wie du mit zwei Pizzen satt kriegen kannst.” 

Klingt nach wenig? Durchaus, aber nicht so wenig, wie Sie jetzt vielleicht glauben. Denn Bezos ist Amerikaner. Er geht deshalb von amerikanischen Pizzen aus, die doppelt bis dreimal so groß wie europäische sind. Rund vier Leute werden von einer satt – mit mehr als acht Teilnehmern sind Meetings also übersättigt.

Dass weniger oft mehr ist, ist keineswegs neu: Es gibt Untersuchungen, die Bezos’ Zwei-Pizza-Regel belegen. “Seven, plus or minus two” lautet das Ergebnis einer Stanford-Studie, die den Zusammenhang zwischen Effizienz und Teilnehmerzahl von Meetings untersucht hat. Zwischen fünf und neun Teilnehmer sollte demnach ein Meeting haben, um in diesen ziel- und ergebnisorientiert arbeiten zu können. 

Kleinere Gruppengröße, größere Vorteile

Die Vorteile von fünf bis neun Meeting-Teilnehmern liegen auf der Hand:

  • Jeder hat die Gelegenheit, sich mit seinen Ideen und Gedanken einzubringen
  • Die Meinungen finden ausreichend Gehör
  • Es kommt ausreichend, aber nicht zu viel Input zu einem Thema zusammen
  • Es kann ein Dialog stattfinden
  • Die Zusammenarbeit ist enger
  • Kein Teilnehmer kann sich in der Masse verstecken
  • Die Teilnehmer lenken sich weniger untereinander ab
  • Kleinere Gruppen sind leichter zu moderieren 

Die Ergebnisse kleinerer Meeting-Gruppen sprechen für sich: Jeff Bezos hat es mit der Zwei-Pizza-Regel weit gebracht. Denn selbst wenn sein Unternehmen ein Riesenkonzern ist, so sollen die internen Prozesse kleinteilig organisiert sein – für maximale Flexibilität und Agilität. Und vielleicht auch, weil sich der reichste Mann der Welt bewusst ist, dass viele Köche den Brei verderben.

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