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Was ist eigentlich… der Halo-Effekt?

Schein ist nicht Sein – Oder doch?

Jede:r von uns nimmt die Realität etwas anders wahr. Hervorgerufen wird dies durch eigene Erfahrungen, Prägungen, Sichtweisen oder Kenntnisse. Davon wird auch die Wahrnehmung unseres Gegenübers beeinflusst. Unser Gehirn scannt das Gegenüber und ordnet bestimmte Eigenschaften in unsere Schubladen ein. Dieser Vorgang führt zu dem berühmten “ersten Eindruck, für den es keine zweite Chance gibt”. Doch wie kommt da der Halo-Effekt ins Spiel?

Das ist der Halo-Effekt

Der Halo-Effekt (zu deutsch: Heiligenschein-Effekt) bezeichnet eine kognitive Verzerrung unseres Gehirns und tritt häufig im Zusammenhang mit physischer Attraktivität auf. Finden wir eine Person attraktiv, weisen wir ihr unbewusst überwiegend positive Eigenschaften zu. Mögliche Fehler, Makel oder negative Eigenschaften werden ausgeblendet und unter dem blinden Fleck vergraben. Wir lassen uns von den positiven Assoziationen blenden und nehmen die Person wie unter einem Heiligenschein stehend wahr. Der Halo-Effekt sorgt also dafür, dass wir weniger objektiv agieren und uns von unserer Psyche austricksen lassen.

Auswirkungen des Halo-Effekts

Der Halo-Effekt schlägt im Privat- wie auch im Berufsleben zu. Kritisch wird dies dann, wenn etwa Entscheidungsträger:innen vom Halo-Effekt betroffen sind und sich blenden lassen. Recruiter:innen sind ein typisches Beispiel. Lassen sich diese von der physischen Attraktivität des Kandidaten/der Kandidatin blenden und klammern dadurch fachliche Mängel aus, ist die Einstellung dieser Person ein Risiko. Die Stelle kann fehlbesetzt und das Recruiting nach einiger Zeit wieder neu aufgenommen werden. Oder der Neuankömmling wird nicht seinen/ihren Stärken gemäß eingesetzt und performt aufgrund dessen schlechter.

Auch im Bildungssektor spielt der Halo-Effekt eine Rolle. So haben amerikanische Forscher:innen bereits 2001 herausgefunden, dass Attraktivität das Belohnungssystem aktiviert und den/die Betrachter:in schlussfolgern lässt, dass optische Schönheit mit guten Eigenschaften einhergeht. Auf einen Nenner gebracht bedeutet dies, dass physisch attraktive Schüler:innen tendenziell besser benotet werden als die, die von der Lehrkraft weniger mit einem Heiligenschein bedacht werden.

In beiden Fällen ist es daher notwendig, gewisse Standards wie Selbstreflexion und -erfahrung zu fordern. So wird bei einigen Unternehmen gezielt auf das Bewerbungsfoto verzichtet und den/die Bewerber:in auf die maßgeblichen Kennzahlen reduziert. Im Gespräch kann dann genauer auf die persönliche Ebene eingegangen werden. Außerdem ist es sinnvoll, mehrere Personen hinzuziehen und die Bewertung aus verschiedenen Blickwinkeln validieren zu lassen und dadurch ein höheres Maß an Objektivität zu schaffen. Dies gilt im Recruiting wie auch beispielsweise bei der Vergabe von Zeugnisnoten.

Bis bald im kursfinder.de-Wissensguide!


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