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Was umfasst eine Gefahrgutschulung?

Viele Betriebe arbeiten mit Gütern, Produktionsmitteln und Waren, die in den Bereich der Gefahrgutklassen fallen. Diese müssen nicht nur gesondert gelagert, sondern dürfen auch nur von geschultem Personal transportiert werden. Für den Umgang mit Gefahrgütern werden daher verschiedene Spezialisten benötigt.

Schulung zum Gefahrgutbeauftragten

Als Gefahrgutbeauftragter kümmert man sich um alle Belange rund um das Thema Gefahrgut und hat die koordinatorische Verantwortung. Jeder Betrieb, der mit Gefahrgut arbeitet, muss einen entsprechenden Gefahrgutbeauftragten bestellen. Diesem obliegt dann die Organisation von Lagerung und Transport, die Einteilung der zuständigen und geschulten Mitarbeiter und die Organisation des gefährlichen Entsorgungsbereichs. Die Pflichten werden im Detail durch den § 8 der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) geregelt.

Ablauf der Gefahrgutschulung

Gefahrgutschulungen werden von unterschiedlichsten Trägern angeboten, enden jedoch immer mit einer Prüfung vor der Industrie und Handelskammer (IHK). Dies soll dafür sorgen, dass sowohl die vermittelten Inhalte, als auch die Qualität der Ausbildung flächendeckend gleich sind und die Gefahrgutschulungen somit in ganz Deutschland akzeptiert werden.

Die Schulungen werden unterteilt in die verschiedenen Verkehrsträger:

  • Straße
  • Schiene
  • Binnenschiff
  • Seeschiff

Die Schulung für den ersten Teil  umfasst mit 30 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten den allgemeinen Teil der Gefahrgutschulung und den besonderen Bereich "Straße". Für jeden weiteren Verkehrsträger kommen 10 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten hinzu. 

Die bestandenen Gefahrgutschulungen werden mit einem EG-Schulungsnachweis abgeschlossen, welcher für fünf Jahre gültig ist und entsprechend regelmäßig aufgefrischt werden muss. Die Auffrischungskurse sind in der Regel deutlich kürzer und wenden sich hauptsächlich den gesetzlichen Neuerungen zu.

Gefahrgutfahrer

Wer gefährliche Güter befördert, muss eine erfolgreiche Gefahrgutschulung belegen können. Fahrzeugführer können einen ADR-Schein erwerben, mit dem sie ihre Kenntnisse nachweisen.

Was beinhaltet eine ADR-Schulung?

Der Begriff ADR bezeichnet das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Seit dem Jahr 1968 ist das Gesetz in vielen Ländern in Kraft und wird mittlerweile in der gesamten EU durchgesetzt. Alle zwei Jahre wird das Gesetz aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. ADR-Schulungen sorgen für das notwendige Wissen um die jeweilige Gesetzeslage beim Transport entsprechender Gefahrgüter auf europäischen Straßen und umfassen neben einem Basiskurs von drei Tagen eine abschließende, schriftliche Prüfung, die von der Industrie und Handelskammer (IHK) abgenommen wird. Darüber hinaus werden bei den entsprechenden Schulungen die unterschiedlichen Gefahrstoffklassen erklärt, der Umgang mit den verschiedenen Gefahrstoffen und -gütern detailliert verdeutlicht und somit die Sicherheit auf den Straßen beziehungsweise beim Transport der Güter spürbar erhöht.

Der ADR-Schein als Chance

Die Arbeitsbelastung in der Kraftfahrerbranche steigt, während die Löhne leider stagnieren. Wer sich also am Markt gut und zukunftssicher positionieren möchte, der sollte dies am besten über eine zusätzliche und wichtige Qualifizierung tun. Ein ADR-Schein erlaubt es dabei nicht nur für den eigenen Arbeitgeber potentiell interessanter zu werden, sondern auf dem gesamten Arbeitsmarkt die eigenen Chancen zu erhöhen.

Gültigkeitsdauer des Gefahrgutführerscheins

Die ADR-Schulungen enden mit einer schriftlichen Prüfung vor der Industrie und Handelskammer. Bei der 30 Fragen umfassenden Prüfung dürfen maximal fünf der Fragen falsch beantwortet werden. Bei bestandener Prüfung wird den Teilnehmern der ADR-Schein, auch Gefahrgutführerschein genannt, ausgestellt. Dieser ist für die nächsten fünf Jahre gültig und muss während des letzten Jahres seiner Gültigkeit erneuert werden. Die Erneuerung des Gefahrgutführerscheins umfasst 1 1/2 Kurstage und wird ebenfalls mit einer IHK-Prüfung abgeschlossen.

Darf mit dem Gefahrgutführerschein jegliches Gefahrgut transportiert werden?

Nein. Die ADR-Schulung umfassen nur den Transport von Stück- und Schüttgut der Gefahrgutklassen 2-6 und 8+9. Wer Explosive oder Radioaktive Stoffe transportieren muss oder möchte, muss einen entsprechenden Erweiterungs- und Aufbaukurs besuchen.

Gefahrgutfahrer Verdienst

Eine solche Weiterbildung wird von vielen Arbeitgebern entsprechend gut honoriert. Der tatsächliche Verdienst richtet sich nach Bundesland, Alter des Beschäftigten und Größe des Betriebes. Beispielhaft für eine tarifliche Bruttogrundvergütung kann eine Spanne von etwa 28.000 bis 32.000 Euro Brutto gelten (Quelle: Berufenet).

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