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Ein Dutzend Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung

Hey Boss, ich brauch mehr Geld!

GehaltsverhandlungWarum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig? Sie gehen den ganzen Tag arbeiten, leben nicht auf großem Fuß und doch reißen ungeplante Ausgaben wie eine Autoreparatur oder die Klassenfahrt der Kinder schnell mal ein Loch in die Haushaltskasse. Angesichts dessen ist für Sie klar: “Hey Boss, ich brauch mehr Geld!” Doch bei der Vorstellung, den Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung zu bitten, wird vielen flau im Magen. Schlechte Voraussetzungen. Schließlich gelingt eine Gehaltsverhandlung nur dann, wenn Sie selbstbewusst, professionell und höflich auftreten. kursfinder.de verrät Ihnen 12 Tipps, wie Sie bei der nächsten Gehaltsverhandlung punkten können.

1. Auf den Zeitpunkt kommt’s an

Doch wann ist ein guter Zeitpunkt? Für Ihren Chef nie. Es liegt an Ihnen, die Initiative zu ergreifen. Experten raten dazu, alle 18 bis 24 Monate nach einer Gehaltsanpassung zu fragen. Wenn Sie einen dicken Fisch an Land gezogen oder ein Projekt erfolgreich gemeistert haben, ist ein guter Moment, um auf den Chef zuzugehen. Auch nach der Probezeit, beim Übergang zwischen zwei Arbeitsverträgen, bei einer Beförderung oder internen Versetzung können Sie diesen Schritt wagen. Beachten Sie bei der Wahl des Zeitpunkts aber immer die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und die Stimmung Ihres Chefs. Sind die auf dem Tiefpunkt, brauchen Sie gar nicht erst um einen Termin fragen.

2. Was sind Sie sich wert?

Eine Gehaltsanpassung ist ein Tauschgeschäft. Ihr Chef zahlt mehr Gehalt, erwartet dafür aber auch angemessene Leistung. Welchem Wert entspricht Ihre Leistung? Machen Sie sich darüber vorab Gedanken und bleiben Sie vor allem eins: realistisch. Eine Fehleinschätzung oder ein zu großes Ego werden Sie in der Gehaltsverhandlung nicht weiterbringen.

3. Was spricht für Ihren Wert?

Sammeln Sie Argumente, weshalb Sie sich ein höheres Gehalt verdient haben und überlegen Sie sich auch, welche Niederlagen Ihr Chef als Gegenargumente heranziehen könnte. Am besten notieren Sie sich regelmäßig, welche Erfolge Sie im Unternehmen erzielt haben. Sparen Sie sich im Gespräch die besten zwei Argumente für den Schluss auf und schütteln Sie nicht gleich zu Beginn alle Trümpfe aus dem Ärmel.

4. Was ist überhaupt drin?

Das müssen Sie grob einschätzen können, bevor Sie sich überlegen, wie viel mehr Sie am Ende des Monats gern auf dem Gehaltszettel hätten. Zwischen 3 und 10 Prozent sind bei gleichbleibender Position machbar. Recherchieren Sie, was in Ihrer Position in Ihrer Branche geläufig ist. Beachten Sie dabei jedoch auch die Unternehmensgröße. Größere Unternehmen zahlen in der Regel auch größere Gehälter.

5. Machen Sie den ersten Zug

Sie sitzen Ihrem Chef gegenüber. Das Spiel ist eröffnet. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten, Ihre Leistung einzuschätzen und unterbreiten Sie ihm dann Ihr Eröffnungsangebot. Wählen Sie dazu einen krummen Betrag. Das vermittelt den Eindruck, als ob Sie sich intensiv damit auseinandergesetzt haben.

6. Nicht klein beigeben

Ihr Chef wird sich nicht auf Ihr Eröffnungsangebot einlassen, sondern Ihnen einen Gegenangebot unterbreiten. Einerseits schön, weil er damit Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Andererseits sollten Sie nicht klein beigeben und sich nicht sofort auf das Gegenangebot einlassen. Da ist noch mehr drin!

7. Verwandeln Sie ihn in einen Ja-Sager

Dieser psychologische Trick ist zwar alt, funktioniert aber immer noch. Versetzen Sie Ihren Vorgesetzten in Zustimmungslaune. Stellen Sie ihm belanglose Fragen, auf die wahrscheinlich mit “Ja” antworten wird. Das erhöht die Chancen, dass er dann auch im entscheidenden Moment seine Zustimmung erteilt und “Ja” sagt - zu ihrem Gehaltsvorschlag.

8. Schweigen ist Gold

Schweigen ist eine Kunst, die sich auch bei Gehaltsverhandlungen auszahlt. Unterbreiten Sie Ihrem Chef Ihr Angebot und halten Sie dann erst mal inne. Reden Sie Ihr Angebot nicht kaputt, sondern lassen Sie es sacken und warten Sie die Reaktion Ihres Gegenübers ab.

9. Seien Sie ein Gentleman

Egal, was Ihr Chef zu sagen hat: Zeigen Sie gute Manieren. Hören Sie ihm zu und stellen Sie ihm interessierte Zwischenfragen. Gehen Sie auf Ihren Vorgesetzten ein. Das gibt ihm ein gutes Gefühl - und davon können letztendlich Sie profitieren.

10. Immer einen Schritt voraus

Es geht ums Geld. Die Verhandlung mit Ihrem Boss wird daher sicher kein Zuckerschlecken. Umso wichtiger ist es, dass Sie ihm stets einen Schritt voraus sind. Versuchen Sie vorauszuahnen, wie Ihr Chef reagieren wird. Überlegen Sie sich, welche Gegenargumente er äußern könnte und entkräften Sie diese, bevor er sie überhaupt ausgesprochen hat.

11. Viele Wege führen zum Ziel

Ihr Chef ist eine harte Nuss, die nicht so leicht zu knacken ist?! Dann wählen Sie den Umweg. Lässt er sich nicht auf eine Gehaltsanpassung ein, versuchen Sie sich anderweitig einen Vorteil zu verschaffen. Die Möglichkeiten sind vielseitig: Dienstwagen, Handy, Notebook, Benzingeld, mehr Home-Office, mehr Sonderurlaub oder eine Weiterbildung: Viele Wege führen letztendlich zu mehr Geld im Portemonnaie.

12. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Sie beißen sich an ihm die Zähne aus. Ihr Chef sucht alle möglichen Ausreden, um sich nicht auf ihren Wunsch nach mehr Gehalt einzulassen? In dem Fall hat es zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn, weiter zu verhandeln. Lassen Sie Ihren Vorgesetzten allerdings nicht mit Genugtuung zurück, sondern verabschieden Sie sich mit den Worten: “Ich werde dann in drei Monaten deshalb noch mal auf Sie zukommen.”

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