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Mitarbeitergespräche mit jungen Mitarbeitern führen

7 Tipps, die Chefs bei Mitarbeitergesprächen beherzigen sollten

Sie gelten als die Rebellen im Business: die Mitarbeiter der Generation Y und Z. Die Youngsters stellen nicht nur die Arbeitswelt auf den Kopf, sie stellen zudem Chefs vor neue Herausforderungen: Denn was bei allen anderen Mitarbeitern bislang gut funktioniere, zieht bei den Jungen nicht mehr. Neue Wege müssen eingeschlagen werden – auch bei den Mitarbeitergesprächen. Worauf Chefs bei den regelmäßigen Mitarbeitergesprächen mit den jungen Kollegen achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

1. Regelmäßiges Feedback

Ein jährliches Mitarbeitergespräch? Schön und gut. Aber wenn das alles an Feedback ist, geben sich die Mitarbeiter der Generation Y und Z damit nicht zufrieden. Sie fordern regelmäßige Rückmeldung. Und das ist nachvollziehbar: Sie sind schließlich in einer Welt aufgewachsen, in der es permanent Feedback gab. Waren es früher in der Schule Fleißbienchen, so sind es heute Likes in Facebook und Herzchen in Instagram. Die Youngsters sind auf Feedback angewiesen, um sich selbst und ihre Leistung einordnen zu können. Aber keine Sorge: Sie wollen zwar regelmäßig Rückmeldung, sind aber nicht nur auf Lob aus, sondern auch offen für Verbesserungsvorschläge. Also geben Sie regelmäßig Rückmeldung. Die Mitarbeiter werden es zu schätzen wissen.

2. Die Chefs müssen Vorbild sein

Respekt vor dem Alter und vor der Position zu haben ist bei der Generation X völlig normal. Sie sind an Hierarchien gewöhnt. Bei jungen Mitarbeitern ist das anders. Sie gehören zu den am besten ausgebildetsten Arbeitnehmern und sind sich dessen bewusst. Sie wissen um ihr Wissen – und auch, dass sie damit oftmals dem Vorgesetzten eine Nasenlänge voraus sind. Wenn Sie sich als Chef also bei den Jungen Respekt verschaffen wollen, was für ein Mitarbeitergespräch wesentlich ist, dann sollten Sie durch Ihre Leistung glänzen.

3. Gesamtzusammenhänge aufzeigen

Der Name Generation Y (Why?) legt es schon nahe: Die Jungen hinterfragen mehr. Wenn Sie den jungen Kollegen im Mitarbeitergespräch neue Aufgaben anvertrauen, sollten Sie den Sinn dahinter offen kommunizieren. Die Youngsters wollen nicht nur stumpfsinnig irgendwelche Aufgaben abarbeiten, sondern sehen, in welchem Gesamtzusammenhang ihre Arbeit steht und wie sie selbst durch ihre Tätigkeit Einfluss auf das große Ganze nehmen können.

4. Wertschätzung entgegenbringen

Bringen Sie im Mitarbeitergespräch den jungen Kollegen Wertschätzung entgegen. Sie sind mehr darauf angewiesen als ihre älteren Angestellte. Schließlich sind die Youngsters meist wohlbehütet aufgewachsen und wurden von ihren (Helikopter-)Eltern betüdelt, gelobt und beklatscht – selbst für Kleinigkeiten. Denn auch wenn die jungen Kollegen häufig noch so selbstsicher wirken, tief im Innern haben sie große Zweifel. Umso wichtiger ist es, dass sie das Gefühl haben wertgeschätzt zu werden.

5. Miteinbeziehen, motivieren und Ziele setzen

Sitzen Sie mit ihrem jungen Angestellten im Mitarbeitergespräch zusammen, dann hören Sie sich gut an, was er zu sagen hat. Welche Ideen und Anregungen hat er? Was gefällt ihm? Was stört ihn? Die Mitarbeiter der Generation Y und Z wollen angehört und miteinbezogen werden. Entscheidungen über ihren Kopf hinweg zu treffen, ist gar nicht ihr Ding. Bringen sie gute Ideen mit, motivieren Sie sie gerne dazu, diese umzusetzen. Wichtig ist es, Ziele klar zu definieren. Das schafft Anreize.

6. Anreize schaffen

Höher, schneller, weiter – was bei Olympia gilt, gilt häufig auch im Berufsleben. Junge Mitarbeiter sind bereit, Leistung zu erbringen. Allerdings müssen Sie dazu im Mitarbeitergespräch die richtigen Anreize schaffen. Mit Spitzenpositionen im Unternehmen, einem dicken Dienstwagen oder Urlaubsgeld lassen sich die wenigsten locken. Stattdessen sind es andere Reize, die ziehen: optimale Rahmenbedingungen für eine gute Work-Life-Balance, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, spannende Arbeitsinhalte, flexible Arbeitszeiten oder schlichtweg die Anerkennung durch Sie als Chef. Also überlegen Sie sich gut, womit Sie ihren Mitarbeiter ködern können. Status und Kohle zählen nicht mehr allzu viel.

7. Keine leeren Versprechungen

Natürlich liegt es manchmal nahe, junge Mitarbeiter zu motivieren, indem man ihnen gewisse Aufgaben oder Projekte in Aussicht stellt. Allerdings sollten Sie hier im Mitarbeitergespräch aufpassen: Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Enttäuschte Erwartungen steigern den Frustpegel. Und niemand tut sich leichter damit, bei Frust den Arbeitsplatz zu wechseln, als die Kollegen der Gen Y und Z. Sie sind nicht nur gut ausgebildet. Sie wissen um den Fachkräftemangel und sind sich darüber im Klaren, dass andere Unternehmen sie mit offenen Armen empfangen.


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