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Überprüfe dich selbst – und du überzeugst andere


Wie wichtig Personal Skills heute sind

Der Duden definiert den Begriff Soft Skills, oder auch Personal Skills, so: „Kompetenz im zwischenmenschlichen Verhalten, Fähigkeit im Umgang mit anderen Menschen“. So weit, so gut, sieht sich der ambitionierte Bewerber in Stellenausschreibungen mit diesem Begriff konfrontiert. Aber was genau versteht der Arbeitgeber unter dieser Kompetenz und inwiefern kann der Arbeitnehmer seine Personal Skills unter Beweis stellen?

Von Eva Metternich

 

Überprüfe dich selbst – und du überzeugst andereZunächst einmal sollte man sich bewusst sein, welche Fähigkeiten genau hinter dem Begriff der Personal Skills stecken und sich fragen, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht.

  

Das Karrierenetzwerk LinkedIn beispielsweise hat im April 2012 eine Umfrage unter 7000 Berufstätigen aus fünfzehn Ländern, davon 1400 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum, durchgeführt und wollte von den Befragten wissen, welche der allgemein bekannten Soft Skills sie für besonders wesentlich halten. Dass die „starke Kommunikationsfähigkeit“ mit 58 % auf Platz 1 landet, wundert nicht, denn die braucht man streng genommen in jedem Beruf. Interessant ist aber, dass mit 54% das „gute Netzwerken“ als nahezu genauso wichtig bewertet wurde. In der Hoch-Zeit der Social Media scheint es für die Jobsuche maßgeblich von Bedeutung zu sein, sich online gut zu vernetzen. Plattformen dafür gibt es mittlerweile viele, man verliert sich jedoch schnell im großen Angebot und muss erst einmal für sich selbst entscheiden: Wo bin ich gut aufgehoben, welche Aktivitäten im Netz kann ich mir dagegen sparen? Hat man sich entschieden, wo „genetzwerkt“ werden soll und wie man sich präsentieren möchte, geht es um die richtige Selbstdarstellung. Jeder würde wohl ohne Zögern von sich behaupten: „Ich bin teamfähig, belastbar und engagiert.“ Doch wie genau überzeugt diese Aussage das Gegenüber?

Welche Eigenschaften schätzen Unternehmen besonders bei ihren Mitarbeitern?  

Die Deutsche IHK führte dazu bereits 2010 eine Umfrage unter Arbeitgebern durch und fand heraus, dass bei ihnen die Einsatzbereitschaft, dicht gefolgt von Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist bei ihren Mitarbeitern die wichtigsten Eigenschaften sind. Selbstständiges Arbeiten, Leistungswille und Belastbarkeit sind weitere Kompetenzen, die Arbeitgeber schätzen. Was heißt das nun für den Jobsuchenden? Folgende Aufschlüsselungen stecken dahinter:

  

Einsatzbereitschaft. Das bedeutet, dass man bereit ist, sich zu engagieren. Wenn das Projekt in einer Krise steckt, hilft man Kollegen oder legt Überstunden ein. Man investiert Zeit in Weiterbildung und gibt 110 Prozent. Wie das in der Bewerbung beweisbar ist? Zum Beispiel durch besonderen Einsatz neben dem Studium. Habe ich etwa ein eigenes kleines Unternehmen gegründet, eigene Projekte im Praktikum gemanagt oder mich für soziale Zwecke eingesetzt? Alle ernsthaften Engagements neben dem Studium und alle zusätzlichen Kurse und Seminare außerhalb des Pflichtplans zeigen Einsatzbereitschaft. Es empfiehlt sich, dem Personaler zu demonstrieren, dass man nicht nur "Dienst nach Vorschrift" macht, sondern bereit ist zu investieren.

  

Verantwortungsbewusstsein. Wenn ich mich engagiere, ist Verantwortung nichts Neues. Unternehmen verstehen darunter, dass man mit den anvertrauten Aufgaben gewissenhaft umgehen und für die Ergebnisse einstehen kann. Zudem erwarten Chefs auch oft Verantwortungsübernahme im Team, indem freiwillig organisatorische Aufgaben übernommen oder Kollegen unterstützt werden. Auf jeden Fall sollten vor allem die eigenen Aufgaben gründlich erledigt werden. Verantwortungsbewusstsein dokumentiert man am besten durch verantwortliche Aufgaben. Ehrenamtliches Engagement kann dabei sehr helfen, aber auch andere leitende Positionen, z.B. als Schichtleiter im Nebenjob, bieten sich an. Hier kann man auch selbstständiges Arbeiten unter Beweis stellen, am besten zu belegen mit konkreten Ergebnissen oder Arbeitszeugnissen.

  

Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist. Diese beiden Eigenschaften sind die Basis für fast alle Sozialkompetenzen. Ist man kommunikativ und teamorientiert, bringt man sich bei den Kollegen ein, arbeitet gern in der Gruppe und teilt seine Meinung immer klar mit, ohne andere damit zu verletzen. Am besten ist dies zu beweisen, wenn man bereits im Team gearbeitet hat. Mannschaftssport oder Gruppenarbeit im ehrenamtlichen Bereich sind immer ein guter Beleg, aber auch fachbezogen bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich in Lerngruppen oder Projekt-Teams einzubringen, um Teamgeist zu beweisen.

  

Belastbarkeit und Leistungswille. Diese Fähigkeiten werden nicht nur bei Führungspositionen gefordert. Trotz Druck und Stress bleiben die Leistungen gut, man schafft es, seine Aufgaben effizient zu managen und verzettelt sich nicht. Man gibt sich nicht mit dem Minimum zufrieden, sondern versucht alles aus sich herauszuholen. Um diese Fähigkeiten im Lebenslauf zu dokumentieren, eignen sich besonders Preise für gute Leistungen. Hat man zum Beispiel ein Stipendium für Begabte erhalten oder eine Bestnote für die Bachelor-Arbeit? Ist man Mitarbeiter des Jahres im Nebenjob geworden? Das wären die besten Beweise für Leistungswille und auch Belastbarkeit. Leistungssportler oder Gewinner akademischer oder musikalischer Wettbewerbe sind natürlich genauso willkommene Kandidaten. Es ist zu überlegen, was man bis jetzt außerordentliches geleistet hat, oder wie man, trotz Schwierigkeiten oder persönlicher Einschränkungen, ein Ziel erreicht hat. Auch ein Doppel-Master gilt zum Beispiel als ein Beweis von großer Belastbarkeit und Ausdauer, genauso wie Elite-Programme, die Kandidaten mehr als gewöhnlich abverlangen.

Private Referenzen sind sehr hilfreich

Ob man nun einen Job sucht oder sich beruflich verändern möchte, empfiehlt es sich, erst einmal private Referenzen einzuholen. Die Meinung von Freunden oder engen Kollegen, von ehemaligen Mitarbeitern und Partnern kann helfen, ein ehrliches Feedback zu bekommen. Oft öffnet das die Augen, ob ein angestrebtes Karriereziel passt oder doch überdacht werden sollte, ob etwas an der Selbstdarstellung geändert werden muss. Ist das Ziel identifiziert, gilt es die Passivität über Bord zu werfen. Denn nur wer aktiv um den nächsten Karriereschritt kämpft, wird wahrgenommen.


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