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Ehrenamt im Lebenslauf – Ja oder Nein?

Gemeinnützige Arbeit geschickt präsentieren

Gerade jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit entschließen sich viele dazu, sich sozial zu engagieren. Selbst im Corona-Jahr sind einige Ehrenämter über den Online-Weg möglich. Viele Arbeitnehmer sind sich jedoch unsicher: Sollte man die gemeinnützige Arbeit im Lebenslauf erwähnen?

Warum überhaupt die Problematik?

Viele Arbeitgeber schätzen das soziale Engagement eines zukünftigen Mitarbeiters zwar sehr, dennoch ist das Ehrenamt für viele Personalchefs ein Part, der eher belächelt als groß honoriert wird. Ihm haftet noch der Beigeschmack des Unnützen und der Zeitverschwendung an. Wirklich schwierig sind jedoch Ehrenämter, die von einer extremen Ausrichtung in Sachen Weltanschauung, Politik und/oder Religion zeugen. Das kann in den meisten Fällen das vorzeitige Aus im Bewerbungsprozess bedeuten. Aber auch andere Tätigkeiten können Ihnen ein Bein stellen: Können Sie die Qualifikationen, die Sie durch das Ehrenamt erhalten haben, nicht konkret auf den gewünschten Beruf anwenden oder entsteht der Eindruck, dass Sie es nur aufgrund der Benennbarkeit im Lebenslauf absolviert haben, dann sollten Sie das Ehrenamt besser nicht erwähnen. Ungeachtet dessen besteht bei jedem Ehrenamt (bis auf jene, die in einem kleinen Rahmen gehalten sind) Meldepflicht beim Arbeitgeber!

Im Idealfall üben Sie jedoch die gemeinnützige Arbeit aus purer Überzeugung aus und haben Spaß an der (meist) unbezahlten Arbeit. Dann lohnt es sich, diese im Lebenslauf zu notieren.

Vorteile durch das Ehrenamt

Vorweg: Man kann nicht grundsätzlich verallgemeinern, dass jeder Personalchef oder -verantwortlicher ein Ehrenamt per se immer gut findet. Vor allem wird das Ehrenamt als schwierig bewertet, wenn es einen Großteil des Lebens zu beanspruchen scheint. Dennoch lohnt es sich auf Grundlage der folgenden Punkte, das freiwillige Engagement zu benennen:

  • Wer ehrenamtlich tätig ist, zeigt damit, dass er ein sozialer Mensch ist.
  • Ehrenämtler bekleiden oft kommunikative Positionen, etwa bei der Essensausgabe für Obdachlose oder beim Vorlesen für Kinder. Auch dies ist ein wichtiger Soft Skill für zahlreiche Berufe.
  • Nicht viele nehmen eine Verpflichtung wahr, die nicht entlohnt wird. Dies zeugt von hohem Arbeitswillen und Engagement um der Wohltätigkeit willen und nicht primär des Geldes wegen.
  • Man zeigt seine Organisationskompetenz, da man seinen Arbeitsalltag mit der ehrenamtlichen Tätigkeit verbinden kann. Gerade im Bürowesen oder als Assistenz eine gern gesehene Fähigkeit!
  • Sie fahren ältere Personen zu Ärzten, zum Einkaufen oder auch zur Familie? Wer sich um Fahrer-Positionen bewirbt, belegt damit sein Fahrkönnen und darüber hinaus seine Fähigkeit, mit Menschen arbeiten zu können.
  • Außerdem rechnet ein Ehrenamt Ihnen immer Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu.

Auflistung im Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte idealerweise nicht länger als eine Seite umfassen. Bei Berufstätigen, die schon lange im Arbeitsleben stehen, ist dies jedoch loser geregelt. Achten Sie aus diesem Grund darauf, maximal zwei Ehrenamtspositionen zu benennen. Zum einen macht es den Lebenslauf nicht unnötig länger, zum anderen kommt so der Verdacht nicht auf, dass Sie einen Großteil Ihrer Zeit doch eher mit dem Gemeinnützigen verbringen als mit dem neuen Job.

Führen Sie die Ehrenamtspositionen nach den Punkten IT-Kompetenzen und Fremdsprachenkenntnissen auf. Beziehen Sie sich auch im Bewerbungsschreiben (falls gewünscht) auf Ihr soziales Engagement, insofern es zur ausgeschriebenen Stelle passt. Legen Sie etwa ein Empfehlungsschreiben Ihrer Organisation bei, um die Angabe zu unterstützen.

Was gehört alles zum Ehrenamt?

Den Daten von statista.com zufolge, haben 2020 mehr als 17 Millionen Bundesbürger ein Ehrenamt bekleidet. Doch wo ist dies alles möglich? Hier ein Auszug:

  • Menschen- oder Tierrechtsorganisationen wie Greenpeace, Unicef, Amnesty International WWF oder Peta
  • Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk oder den Johannitern
  • Arbeit in Vereinen als Kassenwart, Trainer oder Vorstand
  • Private Angelegenheiten wie Nachhilfe oder Vorlesen gehören ebenfalls dazu
  • Angebote wie Essensausgabe für Obdachlose, Spielen des Clowns im Krankenhaus, Betreuung von Jugendlichen oder Migranten bei Amtsbesuchen unterstützen
  • Universitäre Programme wie die Gestaltung des Uni-Radios, Mentorenprogramme für Erstsemester oder Uni-Fernsehen

Die Liste ist vielfältig. Es lohnt sich daher, das Ehrenamt im Lebenslauf anzugeben, wenn man vorher überlegt hat, in welcher Form man dieses anspricht und benennt. Mit der geschickten Einbindung kann dieser Faktor sogar derjenige sein, der Sie von Ihren Mitbewerbern unterscheidet und weswegen Sie schlussendlich den Zuschlag erhalten.


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