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Das Eat-the-frog-Prinzip

Für mehr Motivation und besseres Zeitmanagement den ganzen Tag

Haben Sie heute schon einen Frosch gefrühstückt? Die Vorstellung klingt ziemlich widerlich, oder? Einen glitschigen zappeligen Frosch auf nüchternen Magen. Puh, das hört sich ein bisschen nach Dschungelcamp an. Und trotzdem sollte man den Frosch einfach schlucken, denn wie Mark Twain sagte: “Eat a live frog first thing in the morning and nothing worse will happen to you the rest of the day.” (auf deutsch: Iss einen lebenden Frosch auf nüchternen Magen zum Frühstück und nichts Schlimmeres wird dir für den Rest des Tages widerfahren). Dieser Devise bedient sich das Eat-the-frog-Prinzip. Und keine Sorge, der Frosch, von dem hier die Rede ist, dient als Metapher: Der Frosch ist die unangenehmste, aber meist wichtigste Aufgabe auf unserer Agenda.

Wir alle kennen sie: diese Aufgaben, auf die wir so gar keine Lust haben. “Kann ich auch noch morgen machen”, schieben wir Unangenehmes, wie etwa die fällige Steuererklärung, das Fensterputzen, den Sport oder was immer uns Überwindung kostet vor uns her. Das Problem dabei ist: 1. Die Aufgabe ist am nächsten Tag nicht attraktiver, am übernächsten übrigens auch nicht. Und 2.: Die Aufgabe verfolgt uns wie unser Schatten. Sie dümpelt ständig im Hinterkopf, beschert uns ein schlechtes Gewissen, raubt uns unsere Konzentration und somit Zeit und Energie, die wir doch eigentlich ganz gut gebrauchen können. Für mehr Motivation und besseres Zeitmanagement heißt es deshalb: Eat the frog!

Vorteile dieser Methode

So unappetitlich und groß der Frosch auch sein mag, der gegessen werden will: Es lohnt sich, ihn schnellstmöglich hinunterzuwürgen – und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Schlucken wir unseren Frosch zum Frühstück:

  • haben wir die schwierigste Aufgabe des Tages bereits gemeistert
  • können wir zufrieden mit uns sein, weil wir es angepackt haben
  • haben wir einen freien Kopf für alle weiteren Aufgaben
  • wissen wir, schon etwas Wesentliches an diesem Tag gemeistert zu haben
  • gehen mir mit einem Erfolgserlebnis in der Tasche motiviert in den restlichen Tag

Also Schluss mit der Prokrastination und ran an den Frosch. Der Frosch ist übrigens nicht unbedingt die dringlichste Aufgabe des Tages, aber meist die schwierigste. Deshalb beherrschen wir die Aufschieberitis ja so gut! Was aber tun, wenn es nicht nur einen, sondern gar zwei oder mehrere Frösche gibt? Nehmen Sie sich zuerst den größten Frosch vor. Sie werden merken, danach wird der kleinere Frosch gar nicht mehr so übel schmecken. Wie geht man nun vor, bei dieser unliebsamen, unattraktiven Aufgabe? Unsere 5 Schritte zeigen Ihnen, wie man den Frosch leichter schluck:

1. Entlarven Sie den Frosch

Vermutlich hat jeder von uns einige Aufgaben, die ihm unangenehm sind. Aber wetten, es gibt da diese eine Aufgabe, die besonders hervorsticht? Entdecken Sie Ihren Frosch, indem Sie sich darüber Gedanken machen, welche Aufgaben für Ihr persönliches und berufliches Vorankommen am wichtigsten sind. Was beeinflusst Ihre Arbeit am meisten? Und warum liegt diese Aufgabe gerade bei Ihnen? Was für einen Unterschied macht es, dass unbedingt Sie diesen Frosch schlucken?

2. Schreiben Sie die Speisekarte

Legen Sie fest, welchen Frosch Sie als Nächstes verspeisen wollen. Unsere Empfehlung: Bestimmen Sie am Ende des Vortages, welchen Frosch Sie sich am nächsten Tag zum Frühstück vornehmen und bleiben Sie bei dieser Wahl. So können Sie sich mental bereits auf diese Aufgabe einstellen und zugleich bleibt Ihnen am nächsten Tag keine Zeit für irgendwelche Ausreden. Der Frosch liegt ja schon auf dem Teller.

3. Filetieren Sie den Frosch 

Haben Sie es mit einem gigantischen Exemplar zu tun, den Sie nie und nimmer auf einmal essen können, dann zerlegen Sie diese große Aufgabe in Teilaufgaben. So gelingt es ihnen häppchenweise den Frosch zu essen. 

4. Mit Essen spielt man nicht

Diese Regel kennen wir sicher alle von zu Hause, genauso wie “Der Teller wird leer gegessen”. Sprich: Fokussieren Sie sich auf den Frosch und und lassen Sie sich nicht ablenken. Beschäftigen Sie sich solange mit dem Frosch, bis er nicht mehr da, die Aufgabe also erledigt ist.

5. Fühlen Sie sich gesättigt und gestärkt

Genug Frösche für heute. Ist der eine gegessen, dann belohnen Sie sich dafür, diesen hinunter gewürgt zu haben. Streichen Sie ihn gründlich von Ihrer To-do-Liste und genießen Sie dieses Gefühl. Ist die Aufgabe erledigt, gehen Sie beschwingt die anderen Tätigkeiten an, die noch auf Sie warten. Denn so ein Frosch zum Frühstück, der motiviert. Schließlich wissen Sie: Es kann heute nicht mehr schlimmer kommen.

Methode macht Appetit auf mehr

Das Prinzip klingt ganz einfach, oder? Und doch ist es das nicht. Sonst würden wir ja täglich freiwillig Frösche frühstücken. Wenn man allerdings erst einmal auf den Geschmack gekommen ist und spürt, wie beschwingt man durch den Tag geht, wenn der Frosch erst einmal geschluckt ist, dann macht das Appetit auf mehr und die Ausreden bleiben einem im Halse stecken.


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