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Hilfe, mein:e Chef:in ist inkompetent!

Hilfe, mein:e Chef:in ist inkompetent!

7 Tipps zum Umgang mit unfähigen Vorgesetzten

Erleben Sie im Arbeitsalltag häufiger Situationen, die Sie an der Kompetenz Ihrer Führungskraft zweifeln lassen? Fehlt es dem/der Chef:in an Weitblick? Drückt sich der/die Vorgesetzte vor Entscheidungen? Oder zieht er oder sie sich einfach zurück? Wenn Sie den Eindruck haben “Hilfe, mein:e Chef:in ist inkompetent”, dann zeigen wir Ihnen nun auf, wie Sie so eine Situation souverän meistern.

Egal ob soziale Inkompetenz oder fachliche Lücken: Die Facetten, die eine inkompetente Führungskraft einnehmen kann, sind vielseitig. Häufig hängt es auch von unseren eigenen Erwartungen ab, wann wir eine:n Vorgesetzte:n als inkompetent wahrnehmen oder nicht. Doch eins ist sicher: Im Vergleich zum Dark Leader bringt der inkompetente Leader einen entscheidenden Vorteil mit: Er ist nicht darauf aus, den Mitarbeitenden zu schaden. Das persönliche Manko ist einfach nur ein Mangel an Fähigkeiten.

Mehrheit der Mitarbeiter:innen mit Chef:in unzufrieden

Besser macht das den Arbeitsalltag nicht unbedingt: Ein:e schlechte:r Chef:in lässt nicht nur die Laune in den Keller wandern, sondern mit ihr auch die Leistungsbereitschaft und Produktivität. Davon können die meisten Arbeitnehmenden ein Lied singen: Dem jährlich erscheinenden Gallup-Engagement-Index zufolge haben zwei Drittel der Beschäftigten schon einmal eine:n schlechte:n Chef:in gehabt, nur rund jede:r fünfte Mitarbeiter:in fühlt sich von ihrer Führungskraft motiviert. Die Mehrheit der Beschäftigten wünscht sich eine:n Mentor:in als Vorgesetzte:n, einen Coach, der berät, anspornt und begeistert.

Bevor Sie Ihre Führungskraft nun aber als inkompetent abstempeln, sollten Sie sich zunächst kritisch mit sich selbst auseinandersetzen: Bringt der/die Chef:in wirklich ein Mangel an Fachkenntnissen oder Führungskompetenz mit? Denn diese beiden Punkte sind bei der Beurteilung einer Führungskraft essentiell. Vieles andere lässt sich auch gar nicht so leicht bewerten. Manchmal spielt einem die Sympathie einfach einen Streich, manchmal nehmen wir jemanden als inkompetent wahr, weil er oder sie vielleicht bewusst Informationen zurückhalten muss. 

Der richtige Umgang will gelernt sein

Wenn Sie nun aber überzeugt sind, dass es Ihr:e Chef:in in Ihrer Führungsrolle nicht bringt, die Arbeitsatmosphäre unterirdisch ist oder es Ihnen jeden Morgen davor graut, zur Arbeit zu gehen, dann kommen nun ein paar Tipps, wie Sie mit einer inkompetenten Führungskraft umgehen können.

  1. Nicht alles persönlich nehmen
    Die Inkompetenz eines / einer Vorgesetzten kann, wie anfangs erwähnt, auf verschiedene Weise zum Ausdruck gebracht werden. Wichtig ist, egal wie daneben sich Ihre Führungskraft benehmen mag: Nehmen Sie es nicht persönlich. Üben Sie sich in Resilienz. Sehen Sie die Sache nicht so ernst, sondern versuchen Sie, darüber zu lachen.

  2. Grenzen aufzeigen
    Zeichnet sich die Inkompetenz Ihrer/Ihres Vorgesetzten durch blinden Aktivismus aus? Will er oder sie immer Neues anpacken, denkt aber viele Ideen nicht zu Ende? Sorgt er oder sie so für unnötigen Stress in der Belegschaft? Dann setzen Sie Grenzen. Sagen Sie deutlich, was im Rahmen des Machbaren und für die Ergebnisse am Ende sinnvoll ist.

  3. Verhaltensweisen in Schubladen packen
    Schubladendenken haftet normalerweise nicht viel Gutes an. Den Umgang mit inkompetenten Vorgesetzten macht es jedoch leichter. Wir Menschen legen oft sehr ähnliche Verhaltensweisen an den Tag – auch Ihre Führungskraft. Anstatt sich also jedes Mal darüber aufzuregen, wenn sie Dinge ablehnt, weil sie zu kostenintensiv sind, denken Sie sich einfach: “Das kann ich jetzt wieder in die Schublade Geiz des Chefs / der Chefin packen.” Sie werden merken: Nahezu alle Verhaltensweisen lassen sich einer Schublade zuordnen.

  4. Sich unabdingbar mit den Stärken machen
    Inkompetente Vorgesetzte neigen dazu, kompetente Mitarbeiter:innen klein zu halten. Warum? Weil sie wissen, dass ihnen diese kompetenztechnisch überlegen sind. Überlegen Sie also, worin Sie besonders gut sind und worum Ihr:e Chef:in Sie beneidet. Die Kenntnisse, die Ihre Führungskraft besonders an Ihnen schätzt, sollten Sie häufiger einbringen. Das hebt Ihren Mehrwert hervor und macht Sie unabdingbar.

  5. Nicht über den/die Chef:in lästern
    So ärgerlich und anstrengend eine unfähige Führungskraft ist, verbreiten Sie deswegen keine negative Stimmung im Team. Natürlich können Sie bei einem vertrauten Kollegen oder einer vertrauten Kollegin mal über Ihr Leid klagen. Es sollte jedoch nicht die Runde machen, denn zum einen könnte es Ihre Führungskraft mitkriegen und Ihnen mit Konsequenzen drohen, zum anderen sind nicht alle Mitarbeiter:innen ihr:e Freund:in. Der ein oder die andere könnte Ihre Worte durchaus gegen Sie verwenden.

  6. Einfach mal netzwerken
    Geht Ihnen Ihre Führungskraft mit ihrer Inkompetenz so sehr auf den Keks, dass Sie nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten wollen? Dann recken Sie Ihre Fühler aus. Nutzen Sie bestehende Kontakte, netzwerken Sie und finden Sie so durch das kleine bisschen Vitamin B vielleicht schon bald eine Stelle in einer anderen Abteilung Ihres Unternehmens mit einer kompetenteren Chefetage.

  7. Jobwechsel in Betracht ziehen
    Kommt eine Stelle in einer anderen Abteilung in Ihrem Unternehmen nicht in Frage? Können und wollen Sie nicht mehr mit dem oder der inkompetenten Vorgesetzten zusammenarbeiten? Macht Sie die Arbeit deshalb sogar krank und Sie quälen sich jeden Tag dorthin? Dann sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken. In anderen Unternehmen herrscht vielleicht eine ganz andere Führungskultur und die Chefsessel sind mit kompetenteren Führungskräften besetzt.

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