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Zwei Jobangebote: Zieht die Hinhaltetaktik?

4 Möglichkeiten für alle, die mit mehreren Jobangeboten jonglieren

Sie haben eine Jobzusage in der Tasche? Der Vertrag ist sogar schon bei Ihnen eingetroffen? Das sind doch eigentlich gute Neuigkeiten, oder? Dem Neuanfang scheint nichts im Wege zu stehen… Wenn da nicht noch die Bewerbung bei Ihrem Wunsch-Arbeitgeber wäre! Dort ist der Bewerbungsprozess noch mitten im Gang, die Entscheidung kann noch ein bisschen dauern. Ein Luxusproblem, ja, aber zugleich ein echtes Dilemma, in dem Sie da stecken: Wie gehen Sie nun damit um? Vertrag unterschreiben? Oder gleich absagen? Oder versuchen, auf Zeit zu spielen? 

Eins vorweg: Niemand möchte die zweite Wahl sein – auch kein Arbeitgeber. Jedoch wissen wir alle: In der Regel haben beide Seiten mehrere Eisen im Feuer. Wer eine Stelle ausschreibt, hat meistens mehrere Bewerber, die sich für den Job interessieren. Wer auf Jobsuche ist, verlässt sich meistens nicht darauf, dass er auf die erste Bewerbung gleich eine Zusage erhält, sondern schaut sich nach verschiedenen Stellen um.

Alle Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile

Was also tun, wenn sie zwischen mehreren Jobangeboten jonglieren? Sie haben 4 Möglichkeiten, mit der Situation umzugehen. Jede davon bringt aber auch Risiken mit sich. Also überlegen Sie sich gut, welche Wahl Sie treffen und überstrapazieren Sie es nicht.

Möglichkeit 1: Sie unterschreiben den Vertrag

Die sagen der Personalabteilung mündlich zu. Jetzt kann es noch etwas dauern, bis der Vertrag bei Ihnen eintrudelt. Ihre mündliche Zusage können Sie jederzeit zurücknehmen. Selbst einen unterschriebenen Vertrag können Sie vor Antritt der Stelle oder innerhalb der Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen.

Vorteil: Sie haben sicher einen Job in der Tasche und gewinnen Zeit für weitere Bewerbungsgespräche. Falls ein besseres Jobangebot kommt, können Sie sich noch dafür entscheiden.

Nachteil: Dieses Vorgehen ist nicht die feine englische Art und wird, wenn aus juristischer Sicht zwar legitim, als unfair und unehrlich angesehen. Damit können Sie Ihr Image als Jobbewerber nachhaltig schädigen. Denn was man nicht vergessen darf: Häufig sind Unternehmen gut miteinander vernetzt. So etwas spricht sich, vor allem in kleinen Branchen, schnell herum.

Möglichkeit 2: Sie sagen den Job ab

Sie wollen weder unterschreiben noch den Arbeitgeber hinhalten? Dann kommt natürlich auch eine Absage in Betracht: Sie ziehen Ihre Bewerbung zurück. Das bietet sich besonders dann an, wenn Sie mit den Konditionen ohnehin nicht ganz zufrieden sind, oder vielleicht ein ungutes Gefühl im Bauch haben.

Vorteil: Mit einer Absage handeln Sie fair und ehrlich. Sie können sich in Ruhe auf die anderen Bewerbungen konzentrieren, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Hatten Sie ohnehin kein allzu gutes Gefühl bei der Stelle, tun Sie sich damit am Ende sogar einen Gefallen.

Nachteil: In dem Jobangebot könnte eine echte Chance stecken. Diese durch eine Absage auszuschlagen, wäre natürlich ärgerlich. Werfen Sie einen genauen Blick in den Vertrag und überlegen Sie sich, wie ein besseres Jobangebot überhaupt aussehen könnte? Machen Sie sich Gedanken über mögliche Entwicklungschancen in den Unternehmen. Versuchen Sie, nichts zu übersehen, was Sie nachher bereuen könnten.

Möglichkeit 3: Sie spielen mit offenen Karten

Ehrlich währt am längsten, heißt es so schön. Sie können der Personalabteilung also auch offen kommunizieren, dass Sie zwar großes Interesse an der Stelle, aber noch weitere Einladungen für Bewerbungsgespräche haben. Machen Sie deutlich, dass Sie ein bisschen Bedenkzeit benötigen, um sich bewusst für oder gegen die Stelle zu entscheiden.

Vorteil: Sie bleiben fair und ehrlich. Manche Personaler schätzen diese Werte und zeigen durchaus Verständnis. Wenn dem Unternehmen etwas an Ihnen als neuen Mitarbeiter liegt, wird es Ihnen sicher ein paar Tage Bedenkzeit einräumen. 

Nachteil: Wenn weitere Bewerber in der engeren Auswahl stehen, können Sie sich Ihre Chancen mit Ehrlichkeit verspielen. Der Personaler könnte sein Jobangebot als Ihre zweite Wahl interpretieren und Ihnen die Entscheidung mit einer Absage abnehmen.

Möglichkeit 4: Sie versuchen, Zeit zu schinden

Sie fahren mit der Hinhaltetaktik: Auf E-Mails und Anrufe reagieren Sie mit ein paar Tagen Verzögerung und entschuldigen sich mit dem Besuch einer Weiterbildung, einer Dienstreise oder einer Grippe dafür. Sie sollten in jeder Nachricht allerdings Ihre Freude und Ihre Dankbarkeit über das Jobangebot zum Ausdruck bringen, um keinen Verdacht zu schöpfen.

Vorteil: Sie verschaffen sich mit der Hinhaltetaktik einige Tage oder sogar Wochen. Das verhilft Ihnen zu mehr Klarheit.

Nachteil: Personaler sind nicht auf den Kopf gefallen und haben in Ihrem Job schon einiges erlebt. Sie werden also recht schnell erkennen, wann sie hingehalten werden. Die Taktik funktioniert also nur für kurze Zeit. Hinzu kommt: Zeitschinderei ist nicht die beste Grundvoraussetzung für eine spätere gute Zusammenarbeit. 

Unauffällig etwas auf Zeit zu spielen, ist eine ganz gute Methode, um Ihr Dilemma zu lösen. Reizen Sie es jedoch nicht zu sehr aus. Wie weit Sie gehen können, hängt immer von der Tätigkeit und der Unternehmensart ab. In einer Branche mit Fachkräftemangel können Sie sicher ein bisschen mehr Zeit herausschlagen, als in einer Branche mit Bewerberansturm. Also überlegen Sie sich gut und zeitnah, was Sie wollen, gehen Sie in die Kommunikation und bleiben Sie höflich und fair.


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