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Mompreneur: Als Mutter in die Selbstständigkeit

Mompreneur: Als Mutter in die Selbstständigkeit

7 Tipps für den Einstieg als Mompreneur

Jeder Anfang ist schwer: Das erleben vor allem Mütter nach der Elternzeit. Der Wiedereinstieg ins Berufsleben funktioniert nicht immer so reibungslos, wie man sich das in seinen kühnsten Träumen ausgemalt hat: Mal ist die bisherige Stelle nicht als Teilzeitstelle zu vergeben. Mal gibt es nur Teilzeitstellen, obwohl man gerne Vollzeit arbeiten möchte. Und bei vielen Arbeitgebern lassen sich die Arbeitszeiten nur schwer mit der Kinderbetreuung vereinbaren. Wie soll man da Kind, Haushalt und Karriere unter einen Hut bringen? “Als Mompreneur”, sagen sich nicht wenige Mütter und wagen den Schritt in die Selbstständigkeit.

Mompreneur: Was ist das?

Das Wort Mompreneur setzt sich aus den Worten Entrepreneur und Mom zusammen: Mompreneurs sind also nichts anderes als Mütter, die sich selbstständig machen und Unternehmerinnen werden. Für viele Müttern bietet die Selbstständigkeit die Flexibilität, die es braucht, um den Spagat zwischen Kind und Karriere zu meistern. Viele nutzen bereits die Elternzeit, um sich in der Selbstständigkeit zu erproben oder bereiten da schon alles vor, um direkt im Anschluss durchstarten zu können. Doch hat das Dasein als Mompreneur auch seine Schattenseiten: Der Chance auf eine ausgewogene Work-Life-Balance und ein ausreichendes Einkommen steht bei einer Selbstständigkeit immer auch ein finanzielles Risiko gegenüber. 

Vor- und Nachteile als Mompreneur

Sich als Mama selbstständig zu machen, bringt gegenüber einer Festanstellung erhebliche Vorteile mit. Zu den wichtigsten gehören:

  • Flexibilität: Kind und Karriere lassen sich besser vereinen.
  • Man ist seine eigene Chefin: Man arbeitet nach den eigenen Strukturen, Zeiten und Regeln und trifft allein Entscheidungen.
  • Digitalisierung: Online-Geschäftsideen sind ideal für Mütter.
  • Vorbildfunktion: Mompreneurs zeigen, dass Selbstständigkeit und Kinderbetreuung funktionieren können.

Allerdings gehen mit einer Selbstständigkeit als Mutter auch Risiken einher. Zu den größten Nachteilen zählen:

  • Doppelbelastung: Der Spagat zwischen Familie und Selbstständigkeit ist nicht einfach.
  • Begrenzte Ressource: Gegenüber kinderlosen Selbstständigen sind die Ressourcen mit Familie deutlich begrenzter.
  • Finanzielles Risiko: Damit hadern alle Selbstständigen. Fruchtet die Geschäftsidee nicht, gibt es kein Einkommen. Urlaubs- und Krankengeld sind Fehlanzeige. Und wenn das Kind krank ist, kann man im Zweifel nicht arbeiten und erleidet dadurch Verdienstausfälle.

Welche Geschäftsmodelle eignen sich?

Wer ein Unternehmen gründet, muss sich gut überlegen, was er auf dem Markt anbietet. Worin hat man eine Expertise? Was wird nachgefragt? Was lässt sich vermarkten? Als Mompreneur eignen sich aufgrund der maximalen Flexibilität vor allem Online-Geschäftsmodelle. Diese bringen einen entscheidenden Vorteil mit: Man kann sich Geschäftsräume und die Ladenmiete sparen. Fahrtzeiten können wegfallen. Man ist nicht an feste Arbeits- oder Öffnungszeiten gekoppelt und kann die Zeiten für die Arbeit nutzen, in denen das Kind durch den Partner betreut oder abends bereits im Bett ist. Besonders beliebt ist deshalb der Einstieg mit einem Online-Shop, oder als selbstständige Texterin, Bloggerin, Marketing Expertin oder Social Media Managerin

Doch auch Offline-Geschäftsmodelle sind nicht selten, selbst wenn sie weniger Flexibilität zulassen. Viele verwirklichen sich den Traum vom eigenen kleinen Laden oder machen sich im Bereich Gesundheit und Bewegung selbstständig, etwa als Yogalehrerin oder Ernährungsberaterin.

Fehlt die Geschäftsidee, lohnt es sich, sich selbst genau zu analysieren:

  • Welche Berufsausbildung bringe ich mit?
  • Was habe ich bisher beruflich gemacht?
  • Worin liegen meine Stärken und Schwächen?
  • Welche Kenntnisse bringe ich mit?
  • Welche Hobbys liegen mir besonders?

Auf der Grundlage lassen sich schnell Anhaltspunkte entdecken, mit denen man durchstarten könnte. Gerne nutzen Mompreneurs auch ihre Erfahrungen als Mutter und machen sich etwa mit einem Online-Magazin für Mütter, mit Kinderbekleidung, einem Online-Shop für Spielsachen oder das Wochenbett oder mit einer Betreuungsdienstleistung selbstständig. 

Tipps für den Start als Mompreneur

1. Frauenspezifische Gründercoachings

Frauen haben bei der Gründung mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen als Männer. Denn in vielen Köpfen sind Gender Bias tief verankert. Frauenspezifische Gründercoachings bieten für die Anfangszeit eine ideale Unterstützung. Darüber können sich Mompreneurs euch gleich ein Netzwerk aufbauen, Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen und erfahren, welche Fördermöglichkeiten es für ihre Gründungsidee gibt.

2. Gute Planung

Eine gute Organisation ist als Mompreneur das A und O. Für ein gutes Zeitmanagement hilft es, sich seine To-dos zu notieren und die Aufgaben zu priorisieren. Ein Wochenplan kann dabei helfen, alles auf einen Blick zu haben: geschäftliche und private Aufgaben. Wichtig: Berücksichtigen Sie in der Planung Puffer- und Erholungszeiten. 

3. Grenzen ziehen

Arbeit ist Arbeit und Familienzeit ist Familienzeit. Gerade als soloselbständige Mutter ist es wichtig, Grenzen zwischen Unternehmen und Privatleben zu ziehen. So sollten nach Feierabend und am Wochenende das Diensttelefon ausgeschaltet sein und keine Mails mehr gecheckt werden. Während der Arbeitszeit sollte wenig Ablenkung herrschen. Manchen Selbstständigen hilft es, beides Arbeit und Privatleben räumlich zu trennen. Co-Working-Spaces bieten eine gute und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, um den Arbeitsplatz aus den eigenen vier Wänden auszusiedeln, ohne sich zugleich langfristig an ein Mietverhältnis für Geschäftsräume zu binden.

4. Ziele vor Augen führen

Gerade die Anfangszeit als Mompreneur kann nervenaufreibend und entmutigend sein. Viel Bürokratie, viele unerwartete Aufgaben, nicht alles läuft immer glatt. Wird dann noch das Kind oder man selbst krank, kann einen das ganz schön entmutigen. Man möchte vielleicht sogar am liebsten die Flinte ins Korn werfen. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, sich seine Ziele immer wieder vor Augen zu führen. Tipp: Es hilft, Ziele zu visualisieren und sich diese über den Schreibtisch zu hängen.

5. Aufgaben outsourcen

Man muss nicht alles alleine machen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Aufgaben, die zu viel Zeit beanspruchen oder einen überfordern, lassen sich auch an einen Dienstleister vergeben, vielleicht sogar an eine andere Mompreneur. So kann etwa die Buchhaltung ausgelagert werden, aber auch der Kundenservice oder das Social-Media-Marketing. Jeder sollte seinen Fokus auf das setzen, was er am besten kann.

6. Nicht vergleichen

Was andere nur alles schaffen! Wie viel Zeit sie in ihr Unternehmen stecken! Und wie top gestylt sie dabei noch sind! Frauen neigen gern dazu, sich mit anderen zu vergleichen. Ob das nun andere Mompreneurs oder kinderlose Entrepreneurs sind: Vergleiche ziehen hilft nie. Denn letztendlich geben sie einem ein negatives Gefühl und den Eindruck, nicht gut genug zu sein. Also Schluss damit! Die Menschen sind unterschiedlich, genauso wie ihre Lebenssituation und ihre Voraussetzungen. Vergleichen ist also nicht möglich!

7. Unterstützung annehmen

Nur kein falscher Stolz! Bieten sich Mutter, Partner, Freundin und Co. an, für ein paar Stunden das Kind zu übernehmen oder den Einkauf oder die Bügelwäsche, dann bitte die Unterstützung annehmen! Das ist kein Zeichen von Schwäche. Niemand muss beweisen, dass er Superwoman ist, die alles problemlos parallel gestemmt bekommt. Dasselbe gilt für Unterstützung im Arbeitsbereich. Bietet sich hier jemand an, etwa einen Flyer oder Visitenkarten zu entwerfen oder bei der Gestaltung der Webseite mitzuwirken, dann heißt es, die Hilfe dankend annehmen.

Als Mutter den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen, kann eine Chance für eine bessere Work-Life-Balance sein. Es kann der Weg sein, trotz Kind nicht auf Karriere verzichten zu müssen. Der Weg ist nicht leicht und steckt voller Herausforderungen. Doch nur, wer ihn am Ende auch geht, kann beurteilen, ob es der richtige war. Aller Anfang ist schließlich schwer. Der zurück in ein Angestelltenverhältnis kann es genauso sein.


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