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Mutterschutz: Das ändert sich zum 1.1.2018

Mehr Frauen profitieren vom Mutterschutzgesetz

Mutterschutz65 Jahre wurde kaum daran gerüttelt – 2017 hat der Bundesrat jedoch einer Reform des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) zugestimmt: Ab 1.1.2018 können sich werdende und frischgebackene Mütter und deren Arbeitgeber auf Veränderungen einstellen. Denn die Änderung des Gesetzes stärkt die Rolle der Frau und räumt ihr als Arbeitnehmerin mehr Möglichkeiten ein. Was sich im Wesentlichen ändert, sehen Sie in unserer Übersicht.

Ausweitung des Personenkreises

Galt das MuSchG bisher nur für Frauen in einem Angestelltenverhältnis, so profitieren ab 1. Januar 2018 weitere Frauen davon: So gilt das Mutterschutzgesetz dann auch für Frauen in einer betrieblichen Berufsausbildung, für Frauen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen gelten (etwa Freiwilligendienstleistende oder Praktikantinnen), für Frauen mit Behinderung, die in einer Behindertenwerkstätte beschäftigt sind, sowie für Schülerinnen und Studentinnen, wenn die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt.

Mehr Flexibilität in Sachen Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten für werdende und stillende Mütter werden gelockert. Arbeitsverbote gegen den Willen der Frau sind nicht mehr zulässig. Galt für sie bisher generell ein Arbeitsverbot für Sonn- und Feiertage sowie für Nachtarbeit, so gibt es künftig mehr Spielraum. Sonn- und Feiertagsarbeit bleibt zwar prinzipiell verboten, allerdings sind Ausnahmen dank eines behördlichen Genehmigungsverfahren denkbar. Auch ist es schwangeren Frauen ab 1. Januar 2018 möglich, zwischen 20 und 22 Uhr zu arbeiten. Beide Regelungen sind aber nur möglich, wenn die Schwangere zustimmt, ihr Arzt sein Einverständnis erteilt und die zuständige Aufsichtsbehörde die Sache bewilligt. Der Arbeitgeber muss jedoch dafür sorgen, dass die Schwangere nicht alleine arbeitet und stets Hilfe erreichbar ist.

Eindämmen der Gefahrenquellen

Beschäftigungsverbote sollen reduziert werden: Deshalb sind Arbeitgeber dazu aufgefordert, ihre Arbeitsplätze daraufhin zu untersuchen, ob Schwangere oder stillende Mütter gefahrlos arbeiten können. Der Arbeitgeber muss ab Januar 2018 Arbeitsplätze so umgestalten, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen und eine Weiterbeschäftigung der Frau möglich ist.

Ausweitung des besonderen Kündigungsschutzes

Neu ist ab 2018, dass auch Frauen, die eine Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche hatten, einen besonderen Kündigungsschutz von vier Monaten haben. Das stellt sie mit Frauen gleich, bei denen Schwangerschaft und Geburt planmäßig verlaufen.

Ausweitung der Schutzfrist

Eine weitere Neuerung ergibt sich durch die Reform des MuSchG für Mütter von Kindern mit Behinderung: Sie haben länger Anspruch auf Mutterschutz. Die Schutzfrist wird um vier Wochen auf zwölf Wochen – gerechnet von der Geburt des Kindes – ausgeweitet.

Seminare zum Thema Mutterschutz und Elternzeit finden Sie hier.


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